Neue Android Funktion: Nearby interagiert automatisch mit der Umgebung
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Google wird demnächst mit einem neuen Feature aufwarten: Android Nearby. So berichtet jedenfalls der auf Googles mobiles Betriebssystem spezialisierte Blog „Android Police“. Den Autoren zufolge kommt Nearby im Zuge des nächsten Updates der Google Play Services. Sie erwähnen explizit, dass sie die Informationen nicht als Gerüchte behandeln, da sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass die neue Funktion bald erscheinen wird. So hätten sie bereits Screenshots der Anwendung erhalten.

Was kann Nearby?

Mit dem Dienst sollen Nutzer von Android-Smartphones und -Tablets einfacher und effizienter miteinander und mit Orten und Dingen in der Umgebung kommunizieren. Nearby wird es berechtigten Geräten erlauben, exakte Positionen zu senden und zu empfangen, sodass diese wissen, wenn sie sich in gegenseitiger Nähe befinden und entsprechend interagieren können.

Auch Freunden wird automatisch mitgeteilt, wenn sie sich nah sind, auf diese Art soll es einfacher werden, zu kommunizieren und zum Beispiel Inhalte miteinander zu teilen. Darüber hinaus mag die Funktion „Easy Unlock“, ein noch unfertiges Feature von Chrome OS, etwas damit zu tun haben. Es erlaubt Nutzern, ihr Chromebook zu entsperren, und zwar lediglich dadurch, dass ihr Telefon sich in der Nähe des Computers befindet. Möglich ist auch, dass das Android-Smartphone durch das Feature mehr in die eHome-Technik (zum Beispiel „Nest“) integriert wird. Ein Werbespot von Google (siehe Video unten) zeigt beispielsweise, wie eine Frau per Sprachbefehl ihr Garagentor öffnet.

Nutzer werden wohl auswählen können, wem und was gegenüber sie sichtbar sind. Dadurch kann die automatisierte Handlungsbevollmächtigung des Features wieder eingeschränkt werden.

Wie geht das?

Es ist gut möglich, dass Google nun Verwendung für einige seiner letzten Startup-Einkäufe findet. Mit Bump zum Beispiel lassen sich Inhalte zwischen Nutzern, die einander nah sind, per Geste austauschen. Außerdem kaufte Google kürzlich SlickLogin, womit User sich per Ton in Online-Profile einloggen oder Computer entsperren können – eine Technik, die schon bald für Nearby genutzt werden könnte.

Diese interaktive und alle Geräte umfassende Technik erinnert stark das letzte Woche von Apple verkündete Continuity, ein Feature, welches Apple Geräte miteinander verbindet – auch automatisch und auch basierend auf Entfernung. Ist Nearby also Googles Antwort darauf?

Datenschutz

Aus datenschutzrechtlicher Sicht sollten bei Aussicht auf den Launch von Android Nearby alle Alarmglocken schrillen. Google kann durch Nearby eigenständig Mikrofon, WLAN und Bluetooth einschalten, darüber hinaus werden alle Standortdaten registriert und dauerhaft abgespeichert. Nutzer der Funktion geben demnach ausführliche und aussagekräftige personenbezogene Daten frei.

Ob Android Nearby schon auf der I/O, Googles Entwicklerkonferenz, erscheinen wird, bleibt fragwürdig. Dennoch rechnet Android Police mit einer baldigen Bestätigung über den Launch von offizieller Seite.

 

Aufmacherbild: HILVERSUM, NETHERLANDS – MARCH 17, 2014: Android is an operating system based on the Linux kernel and designed for touchscreen mobile devices. The mobile HTC Dream, was successfully released in 2008. via Shutterstock / Urheberrecht: Twin Design

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