Neue Dating-App happn: User-Matching in Echtzeit
Kommentare

Schon wieder versucht eine Dating-App die Herzen aller Smartphone-User zu erobern. Und schon wieder präsentiert sie sich dabei verdächtig Tinder-ähnlich. Zwar heißt es bei der französischen App happn „You got a crush“ statt „You got a match“, doch ansonsten hebt sie sich optisch nicht wirklich von der überaus beliebten Tinder-App ab.

Auch bei happn werden Partnervorschläge rein von der Optik her ausgesiebt und auch bei happn können diese entweder mit einem Like oder enem Pass markiert werden.  Wo also ist der Unterschied? Und warum brauchen Tinder-User nun noch eine App, die eigentlich, ganz salopp gesprochen, das gleiche in grün ist?

User begegnen sich und werden in Echtzeit gematcht

Im Gegensatz zu Tinder funktioniert happn nach dem Liebe-auf-den-ersten-Blick-Prinzip. Partnervorschläge werden Usern nämlich nicht nach geographischer Nähe während der App-Benutzung vorgesetzt, sondern man muss diese sozusagen „sammeln“. Wann immer sich also zwei happn-Nutzer über den Weg laufen – nebeneinander in der Bahn sitzen oder an der Kasse stehen, im Kino den gleichen Film gucken, oder deren Wege sich schlicht und ergreifend auf der Straße kreuzen – speichert happn den jeweils anderen als Partnervorschlag. Und zwar in Echtzeit.

Keine bösen Überraschungen!

Wer Tinder nutzt hat vielleicht schon die ein oder andere Überraschung erlebt, wenn es dann zu einem tatsächlichen Treffen kam und sich gedacht: „So sah der- oder diejenige aber nicht aus auf Tinder!“ Bei happn kann man also auch ein tatsächliches Live-und-in-Farbe-Bild zu dem virtuellen Kontakt zuordnen.

Ebenso werden viele Angsthasen, die sich oftmals nicht getraut haben den attraktiven Sitznachbaren im Bus anzuquatschen die neue App-Erfindung begrüßen. Denn ganz im Sinne von Tinder gibt es auch bei happn keine Abfuhren: wenn man einen anderen User liked, dann erfährt dieser das nur, wenn von diesem ebenfalls geliked wird.

Für die, denen direkt Privatsphäre-Bedenken aufkommen: Natürlich werden dabei keine geographischen Informationen der gespeicherten Profile preisgegeben, das heißt, nur weil man einen neuen happn-Kontakt gesammelt hat, bedeutet das nicht, dass man darüber informiert wird, wo sich dieser gerade aufhält.

In Paris gibt es bereits über 100.000 User

Trotz der Ähnlichkeit happns zu Tinder, scheint die kleine Neuerung, die die App dem Smartphone-Dating-Prozess verpasst hat, groß genug gewesen zu sein: In Paris hat die App bereits über 100.000 User. Gute Voraussetzungen dafür, dass sie bald auch in der deutschen Hauptstadt Erfolge feiern wird.

Die App ist weitestgehend kostenlos. Lediglich einen „Charm“ zu verschicken (ähnlich wie ein Like, allerdings nicht geheim) kostet für männliche User Credits, die man in der App erwerben kann. Hier könnt ihr happn fürs iPhone und hier fürs Android Phone downloaden.

 happn

(Screenshot: itunes.apple.com/gb/app/happn/id489185828)

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -