Neue Google-Aktien: Was sind C-Aktien?
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Bisher gab es Google-Aktien zu einem vierstelligen Preis. Das erschwerte vor allem Kleinanlegern den Kauf. Das ist passé – ab heute gibt es doppelt so viele Anteile zum selben Preis, wie das Wall Street Journal berichtet.

Bisher gab es Google-Aktien der Klasse A und B. Die A-Papiere wurden an der Börse unter dem Kürzel GOOG (jetzt GOOGL) gehandelt und brachten dem Besitzer je eine Stimme in der Aktionärsversammlung. Diese Aktien wurden laufend an Google-Mitarbeiter ausgegeben.

Die Papiere der Klasse B geben genauso viele Anteile, haben jedoch das zehnfache Stimmengewicht und gehören zum Großteil den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin. Sie sind nicht handelbar, müssen jedoch manchmal in A-Aktien umgewandelt werden, um verkauft werden zu können. Dadurch ergibt sich ein Ungleichgewicht, das die Herrschaft der B-Aktien und Google-Gründer bedroht.

Die C-Aktien 

Ab heute wird eine neue Aktiengattung C nun unter dem historischen Kürzel GOOG gehandelt. Sie verbriefen überhaupt kein Stimmrecht und A-, sowie C-Aktien gewähren sozusagen jeweils nur das halbe Eigentum an Google, wobei die A-Aktien weiterhin mit jeweils einer Stimme zählen. Bei den B-Aktien ändert sich nichts. Sie entsprechen denselben Anteilen wie bisher und haben weiterhin ein zehnfaches Stimmengewicht.

Die Einführung der neuen Aktiengattung gibt Google die Möglichkeit, B-Aktien in stimmrechtslose C-Aktien umzuwandeln und diese sozusagen als Währung einzusetzen, beispielsweise für Firmenübernahmen. Besitzer der stimmrechtslosen C-Aktien sind die Besitzer der ehamligen A-Aktien; sie verlieren ihr Stimmrecht und sind damit wohl die wahren Verlierer. 

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