Neue WhatsApp-Alternative „Sicher“
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Die neue Messenger App „Sicher“ soll den Sicherheitslücken bei den mobilen Nachrichtendiensten endlich ein Ende setzen. Die App aus Deutschland soll eine Alternative zu WhatsApp darstellen. Doch wird „Sicher“ seinem Namen gerecht?

Sichere Alternative für WhatsApp gesucht

Es wurde in letzter Zeit viel über die Sicherheitsproblematik der Instant-Messaging-Apps berichtet. Auch WhatsApp lässt sich einfach hacken und ist vielen Usern zu unsicher, vor allem seit der Übernahme durch den Datensammler Facebook. Obwohl es mittlerweile eine Reihe von Alternativen gibt, siehe Threema und MyEnigma, hat sich keine App bisher bewährt und durchgesetzt.

„Sicher“ mit interessanten Features

Mit „Sicher“ wird nun ein neuer Versuch gestartet. Die App ist für iOS, Android und Windows Phone erhältlich und lockt mit einigen netten Features: Ein separates Passwort beim Starten der App, selbstzerstörende Nachrichten, anonyme Push-Notifications, Serverstandort Deutschland und natürlich verschlüsselte Chats und Datenübertragung.

Verschlüsselt „Sicher“ wirklich sicher?

Die Macher von „Sicher“ erklären die Verschlüsselung in ihrer Pressemappe folgendermaßen: 

„Sicher benutzt Point-­to-Point Verschlüsselung, basiert auf asymmetrischer Kryptographie. Das heisst, dass nur der Empfänger der den Schlüssel besitzt, die Nachricht entschlüsseln kann. Das RSA Krypto­System ist mit 1024 bit Schlüsselnverschlüsselt. Hinzu kommt eine extra SSL Verschlüsselung zwischen mobilen Apps und den Sicher Servern.“

Es wird bereits kritisiert, dass eine Schlüssellänge von 1024 bit nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspreche und somit nicht mehr genügend Sicherheit biete. Nichtsdestotrotz gilt die Point-to-Point (Ende-zu-Ende) Verschlüsselung als ziemlich sicher, denn hier werden Daten auf dem Smartphone des Senders verschlüsselt und erst beim Empfänger wieder entschlüsselt. Das klingt zunächst einmal gut, jedoch kann wegen des fehlenden Quellcodes die Sicherheit der Point-to-Point-Kryptographie nicht nachgeprüft werden.

Noch keine 100 Prozent sichere Lösung

Es lässt sich also nicht genau sagen, wie sicher „Sicher“ wirklich ist. Beim Chatten über Messenger-Apps bleiben wohl nach wie vor mehr oder weniger große Sicherheitslücken. Solange wir noch auf einen wirklich wasserdichten Nachrichtendienst warten müssen, heißt es wohl: Keine wichtigen Daten per mobile Messenger versenden!

 

 

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