Neuigkeiten von der Gamescom in Köln
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Die Gamescom 2014 kann, zumindest was die bloßen Zahlen angeht, als voller Erfolg für die Organisatoren bezeichnet werden. So waren bereits vor Beginn der internationalen Games-Messe in Köln alle Besuchertickets ausverkauft. Einzig einige Restkarten wurden für die Nachmittage angeboten, erforderten jedoch viel Geduld und Sitzfleisch von den Games-Interessierten.

Etwa 650 Aussteller stellen noch bis Sonntag sich und ihre aktuellen Produkte der Öffentlichkeit vor. Wir waren für euch vor Ort und stellen euch nun die wichtigsten Neuigkeiten vor. 

Project Morpheus von Sony – ein echter Zuschauermagnet

Nicht nur durch die Ankündigung von Playstation TV für Europa sorgte Sony für Furore. Großer Andrang herrschte auch bei Sonys Messestand, welcher die neue Virtual-Reality-Brille Project Morpheus für die Playstation 4 vorstellte. In der Demo „The Deep“ taucht der Spieler einen Meeresboden hinab und darf sich dabei neben Korallenriffen und farbenfrohen Fischen auch auf die Begegnung mit einem bissigen Hai gefasst machen. Die Auflösung des LCD-Bildes war im Praxistest sehr überzeugend, auch wenn die schwarzen Ränder am Ende des 90-Grad-Sichtfeldes das visuelle Erlebnis etwas trübten. Marktreif wird die VR-Brille nach Aussage der Standmitarbeiter wohl erst im Jahr 2015.

Oculus Rift zeigt sich nur Fachbesuchern

Konkurrent Oculus, erst vor kurzem für zwei Milliarden Dollar von Facebook übernommen, war zwar mit mehreren Ständen in Köln vertreten, zeigte sich jedoch äußerst Publikumsscheu. So kamen nur Fachbesucher in den Genuss der aktuellen Versionen, was für einige ungläubige Gesichter bei den Gästen sorgte. Jedoch bot sich an einigen anderen Ständen die Möglichkeit, die Oculus zu testen. So konnte man beispielsweise beim britischen Simulatoren-Hersteller „Dovetail Games“ eine Eisenbahn selbst führen und dabei im 110-Grad-Winkel die Landschaft der realen Bahnstrecken nachempfundenen Spielelevel erkunden.

Kinect-Kamera vor dem Aus?

Microsoft präsentierte vor Ort eine Reihe von Xbox-One-Sonderpaketen, welche neben einer speziellen Optik der Konsole auch ein aktuelles Spiel beinhalten. So gibt es Pakete mit dem Ego-Shooter „Call of Duty: Advanced Warfare“ oder mit dem diesjährigen Sportklassiker „Fifa 15“ aus dem Hause EA Sports. Interessant dabei ist, dass keines der Pakete die noch bei Markteinführung als technologische Revolution gehandelte Kinect-Kamera beinhaltet. Die Tatsache, dass erst im Juni eine Xbox One ohne Kinect auf den Markt gebracht wurde, befeuert nun die Gerüchte, dass die Stereokamera mit Spracherkennung bei Microsoft schon wieder vor dem Aus stehen könnte.

Filmregisseur del Toro wechselt das Metier

Der mexikanische Filmregisseur Guillermo del Toro (Pans Labyrinth) arbeitet im Auftrag von Sony gemeinsam mit der Branchen-Legende Hideo Kojima (Metal Gear Solid) an einer eigenen Version des Horrorschockers „Silent Hill“. Beide Namen erschienen am Ende eines spielbaren Trailers, welcher unter anderem eine Spielfigur beinhaltete, die Norman Reedus aus der TV-Serie „The Walking Dead“ nachempfunden ist.

Fazit

Neben den bereits üblichen Cosplayern waren auch wieder jede Menge Maskottchen im Publikum vor Ort, welche immer wieder für amüsiertes Schmunzeln und begeisterte Fotos sorgten. Die Gamescom präsentierte sich dadurch wieder als die skurrile Mischung von seriösem Business und kindlichem Entertainment, was sie seit Jahren zu einer willkommenen Abwechslung im Veranstaltungskalender macht.

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