Neun Tipps für erfolgreiches E-Mail-Marketing
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Jeder kennt es nur zu gut: Man öffnet das Postfach und muss sich erst einmal durch eine Masse an E-Mails wühlen, um die wirklich wichtigen zu finden. Viel Lust und Zeit bleiben danach selten, um auch wirklich alle Newsletter zu lesen. Voraussetzung dafür wäre wenigstens, dass die erwünschten Newsletter von all den ungewollten E-Mails zu unterscheiden sind. Die Realität sieht jedoch anders aus – Spammer lernen schließlich auch dazu.

Die Entscheidung, welche E-Mails gelöscht, geöffnet oder einfach einmal aufbewahrt werden, fällt in der Regel innerhalb von Sekunden. Wenn ein Newsletter tatsächlich geöffnet wird, heißt das allerdings noch lange nicht, dass er auch gelesen wird. Denn gefällt dem Empfänger nicht, was er auf den ersten Blick sieht, verliert er schnell die Lust und wendet sich der nächsten Mail zu. Wird er hingegen gelesen und sogar ein Link geklickt, so ist das demnach ein großer Erfolg für den Versender.

Es gibt viele Faktoren, die den Erfolg einer E-Mail-Marketingkampagne beeinflussen. Ich habe für Sie die neun wichtigsten Faktoren zusammengefasst:

  • Bevor Sie überhaupt mit Ihrem E-Mail Marketing beginnen, sollten Sie sich zu allererst die Frage stellen, was Sie damit erreichen möchten. Formulieren Sie Ihr Hauptziel und überlegen Sie, wie Sie es umsetzen können. Denken Sie daran: Die Reise ist das Ziel. Kleine Erfolgserlebnisse weisen Ihnen den Weg und bringen Sie ans Ziel.
  • Ein kleiner Bestandteil Ihres Newsletters, der jedoch ganz entscheidend dafür ist, ob er auch geöffnet wird, ist die Betreffzeile. Hier müssen Sie hervorstechen und Aufmerksamkeit beim Empfänger erregen. Trauen Sie sich etwas, aber versprechen Sie nicht zu viel. Ob seriös oder ausgefallen hängt ganz allein von Ihrer Zielgruppe ab.
  • Personalisierte Newsletter sind mittlerweile schon gang und gäbe, weil der Empfänger sich dadurch nicht als einer von tausend fühlt. Dem Newsletter wird dadurch oft mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Überlegen Sie sich jedoch gut, ob eine Personalisierung in Ihrem Newsletter auch wirklich Sinn macht und in welcher Form Sie sie verwenden möchten. Wollen Ihre Empfänger beispielsweise lieber formal oder eher umgangssprachlich angesprochen werden?
  • Kennen Sie das auch, dass Sie einen Newsletter öffnen und schon nach dem ersten Satz verwirrt sind? Oder Ihnen vergeht schon beim Öffnen die Lust, weil der Newsletter total chaotisch und unstrukturiert wirkt? Quälen Sie Ihre Abonnenten nicht mit langen, komplizierten Sätzen und zu wenigen Abschnitten. Geben Sie ihnen Zeit zum Luft holen, und lockern Sie Ihren Text mit Bildern und Unterabschnitten auf. Weniger ist oft mehr, jedoch ist es auch eine Kunst, mit wenig Worten alles zu sagen.
  • Mit Ihrem Newsletter verfolgen Sie auch stets ein Ziel. Ob Sie es dem Empfänger klar und deutlich machen oder es lieber schön verpacken, ist Ihre Entscheidung. Testen Sie am besten beides und schauen Sie, wie es bei Ihren Empfängern ankommt. Integrieren Sie „Calls to Action“ und bringen Sie auf den Punkt, was Sie damit sagen wollen. Wenn die E-Mail nach einer Weile nochmal geöffnet wird, sollte der „Kaufen“- oder „Anmelde“-Button sofort gefunden werden.
  • Vermeiden Sie Ausrufezeichen, Sonderzeichen oder das Schreiben in Großbuchstaben, da dadurch der Spamscore steigt. Spam-E-Mails sind auch daran zu erkennen, dass sie von Rechtschreib- und Zeichenfehlern nur so strotzen. Achten Sie also auf korrekte Schreibweise und vermeiden Sie spamverdächtige Ausdrücke. Die Arbeit soll sich ja schließlich lohnen. Viele E-Mail-Marketingprogramme bieten Ihnen darüber hinaus die Möglichkeit, den Spamscore direkt zu testen.
  • Nutzen Sie Ihre E-Mail-Kampagnen, um den Kontakt zu Ihren Kunden zu pflegen und Vertrauen aufzubauen. Integrieren Sie Neuigkeiten, Fallstudien, Insiderinformationen und Eventinformationen, um dem Kunden einen Mehrwert zu bieten und Leads zu generieren. Wenn Sie nicht genügend wertvolle Informationen haben, warten Sie lieber noch mit dem nächsten Versand.
  • Montag 9 Uhr, Sie blicken auf ein überfülltes Postfach, denn es haben sich alle E-Mails von Freitag bis Montag plus diejenigen, die während der letzten Woche ungelesen blieben, angesammelt. Wenn Ihr Newsletter auch darunter ist, landet er wahrscheinlich im Papierkorb und bleibt unbeachtet. Das zeigt, dass auch der Zeitpunkt Ihres Versands eng mit dem Erfolg Ihrer Kampagne zusammenhängt. Erfahrungen zeigen, dass Montage und Freitage eher ungeeignet für den Versand von Newslettern sind. Testen Sie, wann für Sie der beste Zeitpunkt ist, und versenden Sie Ihre Newsletter am besten immer zur gleichen Zeit und wenn möglich in gleichmäßigen Abständen.
  • Nach dem Versand ist die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen. Gute E-Mail-Marketinglösungen bieten ausgeklügelte Statistikfunktionen, um den Erfolg Ihrer Kampagne zu überprüfen. Schauen Sie nach, wie viele Newsletter geöffnet wurden, wie viele Abmeldungen es gab oder welche Links geklickt wurden. So können Sie genau überprüfen, was gut bzw. weniger gut ankam und Ihre zukünftigen Kampagnen dementsprechend verbessern.

Diese neun Tipps sollten erst einmal ausreichen, um Neulingen den Einstieg ins E-Mail-Marketing zu erleichtern und alte Hasen mal wieder an die goldenen Regeln, die den Erfolg ihrer Kampagnen erhöhen, zu erinnern.

Michaela Gabriel hat sich nach ihrem MBA auf die Bereiche Onlinemarketing und Brand Management spezialisiert. Seit zwei Jahren leitet Frau Gabriel die deutsche Niederlassung von GraphicMail E-Mail & Mobile Marketing Lösungen. Die GraphicMail-Anwendung, entwickelt von Quattro, ist mit derzeit über 6000 Kunden und Supportzentren in 14 Ländern an der globalen Spitze im Markt.

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