NSA-Affäre: Facebook-Chef Zuckerberg beschwert sich bei Obama
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Nachdem öffentlich bekannt wurde, dass die NSA mit dem Projekt QUANTUMHAND Menschen ausspionierte, indem sie einen imitierten Facebook-Server verwendeten, zeigt sich Mark Zuckerberg „verwirrt und frustriert“.

Am Donnerstag beschwerte sich Mark Zuckerberg, nach eigener Aussage, persönlich via Telefon bei Präsident Obama. Im Anschluss veröffentlichte er auf seiner Facebook Seite noch ein Statement, in dem er den Anruf begründete.

Es mag zynisch anmuten, wenn sich der Facebook Chef bei seiner Regierung über die Unsicherheit des Internets, die Taten der NSA und die Untätigkeit der Regierung beschwert, gilt Facebook doch nicht zu Unrecht als Datenkrake, über die niemand so recht im Bilde ist.

Schon vor Monaten hat sich Zuckerberg ähnlich geäußert, während sich Facebook, wie auch andere Großkonzerne, gegen den Vorwurf wehrten, User Daten den Geheimdiensten preiszugeben. Im Falle von Hinweisen auf rechtswidrige Aktivitäten sind sie jedoch per Gesetz dazu verpflichtet, so wurden im zweiten Halbjahr von 2012 rund 19.000 Mitglieder-Profile ausgegeben.

Zuckerbergs Statement bekräftigt die Bemühungen um Privacy, Sicherheit und Verschlüsselung des Netzwerks und erläutert, dass das Internet nur funktioniert, weil die meisten Unternehmen und User das ebenfalls tun. Aber die US-Regierung sollte „eine Verfechterin des Internets sein und keine Gefahr.“ Die NSA findet bei Zuckerberg mit keinem Wort Erwähnung. Stattdessen macht er die US-Regierung verantwortlich dafür, dass ein Schaden für unser aller Zukunft angerichtet wird.

 

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