Online-Marketing vs. Printwerbung
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Was sind die Vorteile von Print- und Online Marketing? Welche Ziele verfolgen die verschiedenen Marketingformen und welche ist am besten für mich und meine Zielgruppe geeignet? Seit das Internet immer mehr Teil unseres Alltags ist, propagieren viele den Siegeszug des Online Marketing und den Untergang der Printwerbung, aber ist das wirklich, wann lohnt sich welche Strategie und lassen sich die beiden Formen kombinieren?

Online Marketing – der Siegeszug des Internets

Unsere Welt wird immer digitaler und das Internet ist fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Hier setzt die Onlinewerbung an, denn Sie wird auf den Plattformen platziert, auf denen wie uns sowiso den ganzen Tag aufhalten, siehe Social-Media-Kanäle, Suchmaschinen, Shopping-Plattformen, Online-Magazine und so weiter. Neben den Bannern und Web-Anzeigen wird vor allem Suchmaschinenmarketing (SEM) und Social Media Marketing betrieben.

Vorteile von Online Marketing

Beim Online Marketing kann man via Google AdWords Onlineanzeigen genau auf bestimmte Keywords hin platzieren. Das ermöglicht eine zielgruppengenaue Verbreitung, denn die Anzeige erscheint nur für User, die auch nach dem entsprechenden Produkt suchen. Mit Google AdWords lassen sich außerdem Kosten gut planen und kann die Kampagne auch auf niedrige Werbebudgets auslegen.

Neben dem SEM kann die Werbung auch über Social Media Kanäle verbreitet werden. Neben den Anzeigen, die man zum Beispiel auf Facebook schalten kann, bietet sich auch Native Advertising Strategien an.

Wer das Social Media Marketing clever einsetzt und bestenfalls noch die virale Verbreitung der Inhalte nutzt, der kann auch mit kleinem Budget eine wirkungsvolle Kampagne durchführen. Das macht Online-Marketing vor allem für Startups und junge Unternehmen interessant.

Online-Marketing ist messbar. Über verschiedenste Tools lassen sich die Reichweite, Klickzahlen etc. messen. Das gibt direkten Rückschluss über den Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne. Stimmen die Zahlen nicht, können die Werbenden direkt reagieren und die Kampagne optimieren und anpassen.

Nachteile von Online-Marketing

Internet-User sehen tagtäglich massenweise Banner, Anzeigen und Werbe-Content, so dass sie schon sehr abgestumpft, wenn nicht sogar genervt von der Online-Werbung sind. Viele benutzen mittlerweile sogar Ad-Blocker, die die Anzeigen komplett verschwinden lassen.

Die Streuung der Online-Werbung variiert. Bei den Google AdWord-Anzeigen gibt es so gut wie gar keine Streuung, da die Kunden sich schon für das konkrete Keyword interessieren. Die Arbeit mit AdWords ist zwar zielgruppengenau, dafür gibt es aber so gut wie keine zufälligen Conversions. Bei der Werbung auf Social Media Plattformen ist das schon wieder anders, da vor allem Native-Ads beim Stöbern auf der Pinnwand häufig gesehen werden.

Printwerbung ist nicht tot

Durch die immense Popularität des Internets wurde schon das Ende der Printwerbung prophezeit. Viele Werbemacher sind aber nach wie vor von der Wirkung der Printwerbung überzeugt. Hier wird vor allem immer wieder das Argument der Haptik angebracht, die bei der Online-Werbung komplett wegfällt. Durch die Anregung von mehr als einem Sinn, bleiben uns Botschaft besser in Erinnerung, denn bedrucktes Papier kann man nicht nur anschauen, sondern auch fühlen und riechen.

Vorteile der Printwerbung

Neben der sinnlichen Wahrnehmbarkeit der Printwerbung gibt es noch einige weitere Argumente, die für Print sprechen. Eine gedruckte Anzeige oder Broschüre ist viel langlebiger als im Web, denn sie kann nicht einfach weggedrückt werden und wird von potentiellen Kunden im besten Fall aufbewahrt, mitgetragen oder wiedergefunden.

Und auch gerade durch die Haptik von Flyern und Co. beschäftigt man sich viel länger mit dem Werbeprodukt. Auch halten viele und vor allem die ältere Zielgruppe Printmedien jeglicher Art für zuverlässiger und vertrauenswürdiger, den was einmal gedruckt ist, ist fix. Anzeigen und Co. können nicht im Nachhinein noch verändert werden.

Nachteile der Printwerbung

Natürlich gibt es auch hier einige Nachteile. Vor allem der Preis ist ein häufiger Grund, von den gedruckten Werbung Abstand zu nehmen. Gibt man ein Druckprodukt in Auftrag zahlt man häufig um ein vielfaches mehr, als wenn man Online eine Anzeige schaltet. Noch dazu kommt die geringe Flexibilität. Was einmal gedruckt ist kann nicht mehr abgeändert werden.

Angebote können nicht verändert werden und Fehler nachträglich nicht mehr ausgebügelt werden. Was auf der einen Seite für Vertrauen sorgt, ist für die Werbetreibenden eher ein Nachteil. Darüber hinaus ist es schwieriger mit der Printwerbung eine genaue Zielgruppe zu erreichen. Flyer werden häufig per Post versendet oder an Passanten ausgegeben.

Daher sind die Empfänger eher zufällig und die Streuung ist besonders hoch. Dabei ist es schwierig überhaupt zu messen, wie viele Menschen die Werbung erreicht und wie sie sich auf die Kaufentscheidung der Kunden auswirkt.

Crossmedia Marketing: Die Vorteile von Beidem nutzen

Je nach dem welche Absichten ein Unternehmen verfolgt haben die verschiedenen Marketingformen Vor- und Nachteile. Hat man nur ein kleines Budget zur Verfügung, bietet man sich die Online-Werbung an. Ist die Zielgruppe eher regional und weniger technikaffin, ist die Printwerbung eine gute Alternative.

Dabei muss man sich eigentlich überhaupt nicht für eine der beiden Formen entscheiden, sondern kann sie auch im Sinne des Cross-Media-Marketings kombinieren. So kann man Print- und Onlinewerbung ergänzend einsetzen, um eine größere Zielgruppen-Bandbreite an zu sprechen. Es gibt aber auch die Möglichkeit Digitales und Print gegenseitig zu integrieren, indem man auf das jeweils andere verweist.

Beispielsweise können Kunden QR-Codes auf Online-Auftritte geleitet werden, auf Online-Portalen können Kataloge und andere Print-Produkte bestellt werden, die Möglichkeiten sind unbegrenzt und so können möglichst viele Werbekanäle genutzt werden.

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