Online-Shopping während der WM: So sehr leidet E-Commerce Teil 2 [Infografik]
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Wie wir in der Vergangenheit bereits beobachten konnten, leidet der E-Commerce während eines Fußball-WM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft deutlich. Bei den ersten beiden Spielen sank die Kauflust der Deutschen um bis zu 41 Prozent, 30 Prozent ließen ihr Smartphone Smartphone sein und 40 Prozent verzichteten auf den heimischen Rechner.

E-Commerce weiter im Keller 

Das war in der Vorrunde. Mittlerweile hat die deutsche Elf das Finale erreicht. Die Spiele sind nicht nur anspruchsvoller, sondern auch nervenaufreibender geworden. Zudem ist der Sommer weiter fortgeschritten. Fans zieht es an öffentliche Plätze, in Bars und Cafés, um die Spiele der Nationalmannschaft beim Public Viewing zu verfolgen.

Der E-Commerce blieb im Verlauf der letzten Spiele wie erwartet auf der Strecke. Die Kauflust der Deutschen sank im Verlauf der letzten Spiele um bis zu 53 Prozent. Fast 50 Prozent verzichteten auf ihre Smartphones und Tablets und die Desktop-Nutzung sank gar um bis zu 55 Prozent. 

Deutschland gegen Brasilien 

Das Halbfinal-Spiel Deutschland gegen Brasilien (7:1) wird in die Geschichtsbücher eingehen; man kann getrost sagen, dass es eines der spektakulärsten Spiele in der Geschichte der Fußball-WM war. Umso mehr litt der E-Commerce. Insgesamt sank die Kaufbereitschaft der Deutschen um stolze 53 Prozent. Selbst mobile Nutzer, die während der übrigen Spiele weiter am Smartphone oder Tablet rumfummelten, ließen im Halbfinale ihre Gadgets liegen. Die mobile Nutzung ging um 49 Prozent zurück. Nach dem 7:1-Sieg gegen die brasilianische Mannschaft stieg die Trikotnachfrage um stolze 424 Prozent an – das ist neuer WM-Rekord. Sicherlich ist das starke Interesse am Spiel auch den vielen Treffern und der Geschwindigkeit des Spiels geschuldet. Dennoch wird das Finale dem Halbfinale höchstwahrscheinlich in nichts nachstehen. Denn am Final-Sonntag um 21 Uhr ist die beliebteste Zeit für Online-Einkäufe. Es wird ein Rückgang um bis zu 70 Prozent erwartet.

Deutschland gegen Frankreich

Nicht ganz so drastisch sah es am 04. Juli beim Spiel gegen Frankreich aus. Die Desktop-Nutzung sank um 39 Prozent, jedoch verzichteten nur 17 Prozent auf ihre Smartphones oder Tablets. Nach Hummels Tor brach der E-Commerce ein: Bis zu 33 Prozent ging die Kauflust zurück. In der Halbzeit wurde dann wieder mehr geshoppt. Nach dem 1:0-Sieg stieg die Trikotnachfrage um 289 Prozent. Der Freitag war damit wohl ein akzeptabler Tag für den E-Commerce. Fußball-technisch konnte man sich nicht beschweren.

Deutschland gegen Algerien

Wie das Spiel gegen Frankreich, beeinflusste das Match gegen Algerien die Kauflust der Deutschen nicht so drastisch wie das Halbfinale. Nur 20 Prozent verzichteten auf ihr Smartphone oder Tablet. Die Kauflust erreichte beim 1:2-Treffer von Djabou ihren Tiefststand: 32 Prozent Rückgang. Auffällig an diesem Tag: Die sonst hohe Kauflust brach zum Teil komplett ein. Die Trikotnachfrage stieg nach dem Spiel lediglich um 24 Prozent trotz des Sieges, was auch mit der fortgeschrittenen Uhrzeit zu tun haben könnte. 

Deutschland gegen USA 

Beim dritten Spiel der deutschen Mannschaft gegen die USA fiel nur ein Tor, in der 55. Minute durch Thomas Müller. Ansonsten könnte man die Partie auch als langweilig bezeichnen, und das machte sich bemerkbar. Lediglich 12 Prozent legten ihr Smartphone oder Tablet während des Spiels beiseite. Die Trikotnachfrage nach dem Sieg stieg um solide 145 Prozent, auch wenn die Kauflust um stolze 38 Prozent sank.

 

Idealo Infografik: So sehr leidet der E-Commerce während der Fußball WM 

© idealo

 Aufmacherbild: Shopping Text in White Letters on meadow. via Shutterstock / Urheber: SP-Photo

 

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