E-Commerce

Online Shops schlecht auf Black Friday vorbereitet
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Der Black Friday, ein Amerikanisches E-Commerce-Phänomen, schwappt auch zu uns nach Deutschland. Doch die meisten Online Shops schienen schlecht vorbereitet und quälten die Käufer mit schlechter Performance.

Performance-Einbrüche bei Elektronik-Shops

Für einige Anbieter könnte der Black Friday tatsächlich ein schwarzer Freitag gewesen sein. Einige Elektronik-Anbieter hatten massive Probleme, den Zugriff auf ihre Webseite zu gewährleisten. Auf den Seiten von Pearl, Comtech oder Saturn ging zeitweise fast nichts mehr. Bis zu 17 Sekunden dauerte dann der Aufbau einer Webseite. In der Zeit zwischen dem 17. November und 1. Dezember 2014 hat Performance-Service Dynatrace die Webseiten von 36 Anbietern gemessen und Gründe für derartige Performance-Schwächen analysiert.

Black Friday auch in Deutschland

Traditionell ist der Freitag nach Thanksgiving in den USA ein beliebter Shopping-Tag und lockt Kunden mit besonderen Angeboten online und auch im stationären Handel. Auch deutsche Unternehmen erhoffen sich ein gutes Zusatzgeschäft und fast 200 verschiedene Händler beteiligten sich dieses Jahr am Black Friday, darunter auch Reise-, Handytarif- oder Energieanbieter. Außerdem konnten auf den Webseiten www.black-friday.de und www.blackfridaysale.de Sonderangebote direkt angeklickt werden.

Hierzulande soll der Black Friday sonstige Schlussverkaufs-Aktionen ablösen und entsprechend haben sich viele unterschiedliche Anbieter präsentiert. Aber im Rahmen dieser Aktion konzentrierte sich die Nachfrage vorrangig auf Elektronik-Produkte. Entsprechend hoch war dort auch der Ansturm auf entsprechende Webseiten.

Wie steht es mit der Performance der Online Shops?

Die Aktion konzentrierte sich nicht nur auf den Black Friday. Zahlreiche Händler lockten mit Sonderangeboten schon mehrere Tage vor dem 28. November und setzen die Rabatt-Aktionen zum Teil noch über den gestrigen Cyber Monday hinaus fort. Wie sich das Einkaufserlebnis für den Endverbraucher darstellt, wurde in Last Mile-Messungen analysiert und in einem Ranking zusammengestellt. Dabei wurde ein Score-Wert ermittelt, der die durchschnittliche Ladezeit, Verfügbarkeit und vom Standard abweichende Varianz bewertet.

Sony und Saturn mit schlechten Ladezeiten

Besonders viel Geduld mussten Online Shopper auf der Webseite von Sony oder Saturn aufbringen, sie warteten oft bis zu 12 Sekunden auf die Anzeige der Angebote. Schlusslicht ist der Modeanbieter DRMTM mit einer durchschnittlichen Ladezeit von mehr als 15 Sekunden und einer Verfügbarkeit von lediglich 78,9 Prozent. Kundenfreundlicher präsentierten sich Klarmobil und Koffer24 mit einer durchschnittlichen Ladezeit zwischen 3,6 und 3,9 Sekunden, bei rund 99prozentiger Verfügbarkeit.

Monitoring zur Performance-Optimierung

In Sachen Performance besteht für deutsche Online Shops noch ein erheblicher Nachholbedarf. Um Schwankungen vorzubeugen, empfiehlt sich ein permanentes Monitoring der Performance aus der Kunden-Perspektive. So können Fehler, die beispielsweise durch Inhalte von Drittanbietern die Auslieferung von Javascripts verzögern können, rechtzeitig aufgespürt und behoben werden.

Vom Black Friday bis zum Weihnachtsgeschäft müssen manche Online-Händler also noch einiges tun, damit die Shopping-Lust ihrer Kunden nicht im Shopping-Frust endet. Ob Ihre Webseite dem Käuferansturm standhält, können Sie auf der Dynatrace-Homepage testen.

 

Aufmacherbild: Aged wall background via Shutterstock / Urheberrecht: Taigi

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