In der Kürze liegt die Würze

Online-Tipps: Posts, Tweets und Hashtag-Länge
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Wie sieht ein perfekter Tweet aus? Wie lang sollte ein Facebook-Post sein und wie erhöhe ich die Chance, dass mein Online-Beitrag besonders häufig gesharet und geliket wird?

Wie lang ist lang genug?

Tweets, Posts, E-Mails und Blog-Einträge: Das Internet gleicht einem undurchdringbaren Dschungel voll bunter Beiträge und Nachrichten. Die Frage, die die meisten User umtreibt, lautet: „Wie mache ich angesichts der Flut an digitalem Content im Internet auf mich aufmerksam?“. Wie lang ist zum Beispiel ein perfekter Tweet oder Facebook-Post und wie erhöhe ich die Chance, dass meine E-Mail vom Empfänger tatsächlich geöffnet wird? Fragen, auf die es viele teils sehr widersprüchliche Antworten gibt. Mark Uzunian, seines Zeichens Editorial Director bei SumAll hat sich ebenfalls mit dieser Frage beschäftigt, Daten gesammelt und eine Infografik erstellt, die über die ideale Länge von Beiträgen im Internet Auskunft gibt. Die liebevoll illustrierte Grafik zeigt unter anderem wie lang ein ideales YouTube-Video sein sollte oder welche Zeichenlänge ein Hashtag haben sollte.

Wie viele Zeichen auf Facebook und Co?

Social-Media-Plattformen sind besonders schnelllebige Multiplikatoren, da sich der Stream, der veröffentlichten Beiträge laufend erneuert. Da ist die Gefahr besonders hoch, dass interessante Inhalte schnell übersehen werden. Schließlich machen sich die wenigsten tatsächlich die Mühe den Stream bei Twitter oder Facebook ewig herunterzuscrollen. Mark Uzunian emfiehlt deshalb bei Tweets eine Maximallänge von 100 Zeichen. Hashtags, die natürlich zu jedem Tweet gehören, sollten wiederum nicht länger als 6 Zeichen aufweisen. Facebook-Beiträge gehen sehr wahrscheinlich unter, wenn sie zu lang sind. Posts, die nicht mehr als 40 Zeichen lang sind, erzielen 84 Prozent mehr Engagement, als andere. Bei LinkedIn-Beiträgen erzielen Beiträge mit 21 bis 25 Zeichen die meisten Shares.

Aufmerksamkeitsspanne bei YouToube

Die Top 50 der beliebtesten YouTube-Videos sind nicht länger als 2 Minuten und 45 Sekunden. Podcast dürfen hingegen etwas länger ausfallen: ein durchschnittlicher Podcast-Zuhörer bleibt rund 22 Minuten konzentriert, bis er sich gedanklich höchstwahrscheinlich wieder etwas Anderem zuwendet. Die Aufmerksamkeitskurve flacht nach 20 Minuten ab.

Betreff in E-Mails

Traurig aber wahr: E-Mails haben eine durchschnittliche Click-Rate von 4 Prozent und wir reden hier nicht etwa von der E-Mail vom Chef, sondern von Fremden. Der einzige Anhaltspunkt über den Inhalt einer E-Mail gibt der Betreff. Laut Uzunian steigt die Öffnungsrate von E-Mails auf immerhin 12,2 Prozent, wenn der Betreff rund 28 bis 39 Zeichen lang ist. In der Kürze liegt die Würze – das gilt vor allem auch bei Überschriften. Diese teasern, ähnlich wie beim E-Mail-Betreff den Content an, der sich dahinter verbirgt. Überschriften sollten nicht nur die richtigen Key-Wörter beinhalten, sondern auch „griffig“ sein und das Thema auf den Punkt bringen. Die ideale Überschrift ist nicht länger als 6 Wörter.

Gesunder Menschenverstand

Die oben genanten Tipps für die optimale Länge von Beiträgen ist natürlich nur ein Gradmesser für das, was erfahrungsgemäß am besten von den Usern aufgenommen wird. Je nach Content-Art ist es wichtig, im Einzelfall zu entscheiden. So hält sich Mark Uzunian in seinem Infografik-Beitrag selbst nicht an all seine Tipps. Die Überschrift weist etwa 9 und nicht 6 Wörter auf.

Hier geht es zur Infografik.

Aufmacherbild: vintage carpenter’s folding rule ove blue via Shutterstock / Urheberrecht: IgorGolovniov

 

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