Oppia: neue Lernplattform von Google
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Google hat ein neues Tool zur interaktiven Online-Bildung mit dem Namen Oppia gelaunched.

Die neue Lernplattform ist momentan ein Open-Source-Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, jedem das Erstellen interaktiver Lern-Aktivitäten zu ermöglichen und so einen Ort zu schaffen, wo User voneinander lernen können. Diese als explorations bezeichneten Aktivitäten können von verschiedenen Nutzern weltweit erstellt und bearbeitet werden. Dafür sind keine Programmierkenntnisse erforderlich. 

Google selbst beschreibt das neue Oppia Tool in einem offiziellen Blogeintrag folgendermaßen:

„Oppia does this by modeling a mentor who poses questions for the learner to answer. Based on the learner’s responses, the mentor decides what question to ask next, what feedback to give, whether to delve deeper, or whether to proceed to something new. You can think of this as a smart feedback system that tries to “teach a person to fish,” instead of simply revealing the correct answer or marking the submitted answer as wrong.“

Natürlich darf auch ein erklärendes YouTube-Video zu dem Open Source Projekt nicht fehlen:

Oppia soll nicht nur lehrreichen Content liefern, sondern auch das Verhalten Lernender und Lehrender erforschen und so den Lernprozess entsprechend optimieren. Sollten beispielsweise in einer exploration, also einer gemeinsamen Lernaktivität Fragen auftauchen, die etwas vom Thema abdriften oder sehr in die Tiefe gehen, so kann der Autor der entsprechenden Aktivität einen neuen Lernpfad erstellen und dort die gestellte Frage gesondert behandeln. 

Es ist nicht klar, wie viel Aufwand und Personal Google selbst in das Warten der neuen Lernplattform investieren möchte. Der Hinweis: „Oppia is not a Google product“ scheint der Community deutlich machen zu wollen, dass die Entwicklung der interaktiven Lernplattform in ihren Händen liegt. 

Der Grund für das Erstellen eines solchen Open-Source-Projekts ist für Google eindeutig: Das Unternehmen glaubt, dass Online-Lernen nicht nur als Video-, Audio- oder Text-Content daherkommen soll, sondern dass besondern Feedback und Austausch die Schlüssel zum Erfolg sind.

Denn schließlich hat es noch keiner zu einem virtuosen Klavierspieler geschafft, nur weil er sich stundenlang Videos ausgefeilter musikalischer Darbietungen angeschaut hatte. 

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