Papst bezeichnet Internet als Geschenk Gottes
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Anlässlich des 48. Welttags der sozialen Kommunikation hat Papst Franziskus eine Botschaft veröffentlicht: „Kommunikation im Dienst einer authentischen Kultur der Begegnung“. In dieser sinniert er über die Ethik von Massenmedien und bezeichnet – aufgepasst – das Internet als Geschenk Gottes:

Besonders das Internet kann allen größere Möglichkeiten der Begegnung und der Solidarität untereinander bieten, und das ist gut, es ist ein Geschenk Gottes. Es gibt jedoch problematische Aspekte: Die Geschwindigkeit der Information übersteigt unsere Reflexions- und Urteilsfähigkeit und gestattet es nicht, dass wir uns selbst in abgewogener und rechter Weise ausdrücken. Die Vielfalt der vorgebrachten Meinungen kann als Reichtum wahrgenommen werden; aber es ist auch möglich, sich in einen Raum von Informationen zu verschließen, die nur unseren Erwartungen und Vorstellungen oder auch bestimmten politischen oder wirtschaftlichen Interessen entsprechen. Die kommunikative Umwelt kann uns behilflich sein zu reifen oder, im Gegenteil, die Orientierung zu verlieren. Der Wunsch nach digitaler Vernetztheit kann am Ende dazu führen, dass wir uns von unserem Nächsten absondern, von dem, der uns ganz nahe ist ist. Ganz zu schweigen davon, dass derjenige, der aus unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu den social media hat, Gefahr läuft, ausgeschlossen zu sein.

Der Papst möchte uns also dazu ermutigen, das Internet als Begegnungsraum, der den Abstand der Menschen zueinander verringert, zu nutzen. Allerdings sei es im Umkehrschluss genau so möglich, dass das Internet nur Interessengruppen vereint und somit die Menschheit noch weiter auseinandertreibt. Eine weitere Problematik sei, dass Menschen ohne Zugriff auf Social Media keine Chance auf Teilnahme am digitalen Geschehen haben und somit früher oder später zurückbleiben. Papst Franziskus jedenfalls muss sich über letzteres keine Sorgen machen, denn er selbst mischt fröhlich in sozialen Netzwerken mit. Wer ihm also gerne bei Twitter folgen möchte, ihm vielleicht sogar ein Shoutout @Pontiflex_de widmen möchte, kann das hier tun. Bei Facebook liken kann man ihn hier. Na dann – Amen!

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