PDF- und Reader-Apps im Test: Professionelle Dokumentenverwaltung für iPhone und iPad
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Die Kehrseite der mobilen Revolution und der allgegenwärtigen Cloud ist wohl, dass man schnell einmal den Überblick darüber verliert, wo sich wichtige Dokumente befinden. Die Frage, ob man die neue Versicherungspolice schon in die Dropbox hochgeladen hat, sie sich noch im E-Mail-Postfach befindet oder doch im Skydrive ist, hat sich der ein oder andere sicher schon mal gestellt. Was man braucht, ist ein zentraler Aufbewahrungort, der einem hilft, den Überblick zu behalten. Schließlich will man sich auch nach zwei Wochen Sommerurlaub schnell wieder zurechtfinden und keine Einarbeitungszeit benötigen, nur um seine wichtigen Unterlagen wiederzufinden.

Zentrale Verwaltungs-Apps mit Reader-Funktion gibt es im App Store en masse. Die vier bekanntesten haben wir uns für Euch angeschaut und getestet.

1. Adobe Reader – der Klassiker

adobe_reader_iconDer Adobe Reader ist nicht nur auf dem PC, sondern auch mobil der Klassiker der PDF-Reader. PDF-Dokumente lassen sich in der App speichern, anschauen und mit Markierungen versehen. Auch direkten Zugang zur Adobe-Cloud bietet die App. Wer also iPhone und iPad besitzt, kann seine Geräte via Adobe synchronisieren lassen.

Der Funktionsumfang der Adobe Reader App ist sicher bewusst spartanisch gehalten, was der Einfachheit der Bedienung entgegenkommt. Jedoch bieten auch andere Apps, die sich nicht wie Adobe “PDF” auf die Fahnen geschrieben haben, vergleichbare Funktionen an. Unter anderem kann auch iBooks zur Ablage von PDF-Dokumenten genutzt werden. Wer also bereits diese App oder etwa Dropbox oder Kindle installiert hat, für den erübrigt sich der Download des Adobe Readers.

Downloadlink: Adobe Reader

Preis: kostenlos

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2. Documents – Neu

documents_iconDocuments ist noch relativ neu im App Store und zeichnet sich (vielleicht gerade deshalb) durch ein überraschend frisches Design aus. Vorteil der App ist im Gegensatz zu Adobe, dass man neben herkömmlichen PDF- und Text-Dokumenten auch Video- und MP3-Files speichern und abspielen kann.

Darüber hinaus können Verknüpfungen zu Cloud-Speichern (Dropbox, Skydrive etc.) erstellt werden, was den Vorteil hat, dass sich alle Dokumente aus verschiedensten Quellen zentral verwalten lassen. Weiterhin steht die App in puncto Funktionsvielfalt einem normalen Desktop-Rechner in fast nichts nach. So können Dokumente per Fingertipp gezippt, geteilt, umbenannt und verschoben werden. Und das beste ist: Sowohl für iPad als auch für iPhone ist die App kostenlos.

Downloadlink: Documents

Preis: kostenlos

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3. GoodReader – keine Kompromisse

goodreader_iconDer GoodReader bietet einen vergleichbaren, aber etwas ausführlicheren Funktionsumfang wie Documents, ist dafür aber schon deutlich länger am Markt und somit bekannter. Nachteil des GoodReaders ist, dass er im Gegensatz zu Documents nicht kostenlos zu haben ist.

Dafür bietet er aber als einziger unserer vorgestellten PDF Apps ein einfaches Feature, das viele für selbstverständlich halten und bei dem sie sich ärgern würden, wenn es nicht funktioniert: Er kann passwortgeschützte Archive öffnen! Alle anderen Apps versagen an dieser Stelle. Das gibt Pluspunkte.

Downloadlink: GoodReader

Preis: 4,49 Euro

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4. PDFExpert – der Profi

pdfexpert_iconPDFExpert ist aus dem selben Hause wie Documents, dafür aber mit 8,99 Euro kostenpflichtig und sogar die teuerste Reader-App in unserem Test. Vom Funktionumfang her ist sie vergleichbar mit GoodReader und Documents, mit Ausnahme der Auto-Form-Funktion.

Damit lassen sich Formulare mit vorgefertigten Infos ausfüllen. Ansonsten können wie auch bei den Mitstreitern Textmarkierungen und dergleichen problemlos vorgenommen werden.

Downloadlink: PDFExpert

Preis: 8,99 Euro  

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Unsere Empfehlung:

Wer auf nichts verzichten kann, wird am ehesten mit GoodReader glücklich, da dieser Reader den größten Funktionsumfang bietet. Ärgerlich ist nur, dass man für die iPad- bzw. iPhone-App ein zweites Mal zur Kasse gebeten wird, da es sich nicht um eine Universal-App handelt. Das gleiche gilt auch für PDFExpert.

Unsere Empfehlung lautet daher Documents. Die App ist für iPhone und iPad kostenlos, hat ein intuitives User Interface und macht insgesamt einen stabilen Eindruck. Das kleine Manko, dass man keine passwortgeschützten Archive öffen kann, mag zwar störend sein, hier versagten jedoch alle getesten Reader mit Ausnahme von GoodReader.

In den Weiten des App Stores finden sich sicher noch weitere gute PDF- und Reader-Apps. Falls Ihr eine kennt, die eine oder mehrere der oben genannten in den Schatten stellt, würden wir uns über eine kurze Info im Kommentarfeld freuen.

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