Places statt Dropbox!
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Erst gestern Abend sagte meine Kollegin wieder den Satz „Ich bin ja kein Fan von Dropbox, aber….“ und ließ den Rest im Raum stehen.
Dropbox ist die einfachste Variante, Content über das Netz mit Personen zu teilen, aber auch eine der unsichersten. Jedes Mal fühlt es sich so an, als ob der Content ungeschützt auf einen Marktplatz gelegt würde, in der Hoffung, er fiele niemandem auf. Aber da wir ja ohnehin alle nichts zu verstecken haben…
Natürlich kann eine Dropbox verschlüsselt werden, aber das ist gerade für weniger versierte Nutzer gar nicht so einfach. Places will das nun ändern und eine Art Dropbox anbieten, die über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verfügt und dennoch einfach zu bedienen ist.
Heureka!

Privacy for the masses

Der Slogan klingt vielversprechend und ambitioniert. Das Beste daran ist jedoch, dass es zur Zeit als Alpha-Version für Windows und MacOS gelauncht wurde, und unter Joinplaces.com User sich als Tester für die Beta-Version anmelden können.
Die End-to-End Verschlüsselung mittels PGP nutzt die Schlüssellängen RSA 2048 und AES 256, ist aber nicht als einziger Sicherheitsfaktor in Places enthalten. Places ermöglicht es den User außerdem, die Inhalte selbst zu hosten.
Die zentral-verwendeten Server, welche benötigt werden, um den Zugriff auf den verschlüsselten Inhalt für alle Beteiligten auch dann zu gewährleisten, wenn der Host-Rechner nicht eingeschalten ist, verfügen über keinerlei Zugriff auf die PGP-Schlüssel. Das heißt, selbst wenn sie angegriffen werden, läge der Inhalt nicht in Klarform dar. Dadurch erhöht sich der Aufwand, Sharing und Placing Dienste zu knacken, erheblich. Eine breite Verschlüsselung auch für vermeintlich unwesentlichen Content schützt im Endeffekt alle Menschen.

 

Sicher, Open Source und nutzerfreundlich…

…so liest sich zumindest die Beschreibung des Dienstes, aber ob er wirklich in der Lage sein wird, den eigenen Ansprüchen zu genügen, wird sich zeigen. Wir drücken jedenfalls die Daumen.

Places wird auch als App verfügbar sein, die mit der Desktop Version synchronisiert werden kann. Solange der Dienst noch in der Beta-Phase steckt, kann er kostenlos verwendet werden, wird später jedoch etwas kosten, damit der Cloud-Speicher der User bezahlt wird. Aber dennoch soll Places eine Open-Source-Anwendung bleiben, um die Sicherheit und privacy dauerhaft schützen zu können.

Weitere Informationen und ein Interview mit dem Gründer Vigile Horeau gibt es bei TechCrunch.

 

Aufmacherbild: Screenshot, YouTube Video Places, It’s privacy for the masses / Urheberrecht: Places

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