Post Privacy: Student versteigert persönlichen Datensatz
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Immer wieder begegnen einem im Internet die abstrusesten Auktionen. Hier wird ein zerkautes Kaugummi angeboten, dort geht ein 31kg schwerer Eimer voller Euro-Münzen für 12.250 Euro über die virtuelle Ladentheke und vor kurzem fand eine weitere kuriose  Aktion statt: Der niederländische Student Shawn Buckles versteigerte auf einer speziell eingerichteten Website seinen kompletten persönlichen Datensatz. Dazu zählen seine Krankenakte, der gesamte Inhalt seines E-Mail Acoounts, Kalendereinträge, persönliche Social-Media-Chats, Browser History und so weiter. 

Doch wie viel ist so ein kompletter Datensatz wert? 53 Gebote gab es auf Buckles Auktion und gewonnen hat letztendlich The Next Web mit einem Gebot von 350 Euro. Nach Angaben des Studenten wird The Next Web seine Informationen dafür nutzen, das Problem der Privatsphäre auf einer anstehenden Konferenz zu veranschaulichen.

Und genau dieses Problem will auch Buckles selbst adressieren. Gegenüber BBC World Service Radio erklärte er seine Beweggründe für die Aktion: 

I’m trying to add more value to my privacy. (…) And I want to raise awareness for the privacy issue.

Privatsphäre ist ein Privileg geworden, über das die meisten Menschen nicht mehr verfügen. Unsere persönlichen Daten werden gesammelt und verkauft. Doch was bekommen wir dafür? Nichts. Statt seine Informationen also umsonst herzugeben, wollte Buckles den Spieß umdrehen und sehen, was passiert. 

Damit ist sein Post Privacy Experiment nicht das erste. Vor einiger Zeit berichteten wir bereits über den Blogger Christian Heller, der jedem alle seine persönlichen Informationen auf einem Blog jederzeit zugänglich macht. Der einzige Unterschied zu Buckles: Geld verdienen tut er damit nicht.

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