Cloud-Dienste

Produktivitäts-App: Dropbox übernimmt CloudOn
Kommentare

Dropbox wird sich die Expertise von CloudOn zu eigen machen. Die Produktivitäts-App CloudOn für Microsoft Office Dokumente stellt ihren Dienst bis März ein, aber hält den Support für registrierte User aufrecht. Das Produktivitäts-Tool soll gemeinsam weiter verbessert werden.

Keine neuen Registierungen, aber Support bleibt

Die Produktivitäts-App CloudOn, mit der sich Microsoft Office Dokumente kostenlos auf dem Tablet bearbeiten, teilen und online speichern lassen, ist nach eigenen Angaben heute von Dropbox übernommen worden und wird zum 15. Mai 2015 seinen bisherigen Dienst einstellen. Ab heute nimmt CloudOn keine neuen Registrierungen mehr auf, verspricht aber, für bereits angemeldete Nutzer weiter bis zum genannten Datum die gewohnten Funktionen zu bieten und sie frühzeitig über Veränderungen zu informieren, die durch die Übernahme eintreten könnten. Auf einer separaten Seite gibt hierzu alle notwendigen Information sowie eine Support-Mail-Adresse.

CloudOn will seine Expertise ausbauen

Mit etwa 9 Millionen Usern und 90 Millionen über CloudOn bearbeiteten und geteilten Dokumenten wird das Unternehmen nun seine Expertise zum Cloud-Service Dropbox mitnehmen und womöglich das Produktivitäts-Tool in Zusammenarbeit weiter entwickeln, versprechen die Verantwortlichen in ihrer öffentlichen Stellungnahme. Es sei weiterhin das Ziel, Arbeitsprozesse mobil zu vereinfachen und gemeinsam mit Dropbox den Leuten die Freiheit zu lassen, von überall aus zu arbeiten, sagte ein Sprecher von Dropbox im Interview mit Techcrunch.

Freundliche Übernahme zu unbekannten Preisen

Nach dem Download der Produktivitäts-App CloudOn war bisher ein so genannter Workspace-Account notwendig, die Dokumente wurden online über ein Dropbox-Konto gespeichert. Die Kooperation zwischen beiden Anbietern bestand also schon seit längerem. Welche Summen bei der Übernahme über den Tisch gehen, ist bisher nicht bekannt. Das Wall Street Journal berichtet, dass CloudOn aber während der letzten Finanzierungsrunde bereits 26 Millionen US-Dollar eingesammelt hätte. Dropbox hatte sich schon in letzter Zeit einige Unternehmen einverleibt wie Mailbox, PiCloud oder Snapjoy. Mit CloudOn bezieht Dropbox nun den ersten Standort in Israel.

Dropbox steht unter Verdacht

Mit 300 Millionen Usern ist Dropbox, von denen rund 70 Prozent außerhalb von den USA den Dienst nutzen, bereits global hervorragend aufgestellt. Dafür ist es aber auch durch die Aufdeckungen von Edward Snowden massiv in die Kritik geraten, fahrlässig mit der Privatsphäre seiner User umzugehen und Geheimdiensten den Zugang zu Daten zu erleichtern. Vor kurzem erst haben wir alternative Cloud-Dienste wie Peerio vorgestellt, die den Fokus auf Datensicherheit legen.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -