Produktivitäts-Boost für den Mac – MobileTech Con zeigt, was ein iOS-Entwickler so braucht
Kommentare

Als iOS-Entwickler hat man es nicht leicht. Zahlreiche Tools überfluten den Markt, doch aufgrund der Auftragslage gibt es kaum genug Verschnaufpausen, um sich das für sich passende Set zusammenzustellen. Wir haben uns auf der MobileTech Conference 2013 umgesehen und ein paar Tipps für euch gesammelt – und was wir entdeckt haben, sind nicht nur Tipps für Entwickler, sondern Produktivitätsgranaten für jeden, der mit einem Mac arbeitet.

Aller Anfang ist schwer. Das gilt besonders für Neueinsteiger und solche, die von anderen Systemen auf einen Mac wechseln. Doch auch alte Hasen freuen sich über den einen oder anderen Tipp, mit dem sich noch mehr aus seinem Arbeitsgerät herausholen lässt.

Genau damit hat sich Ivo Wessel in seiner Session Werkzeuge, Tipps und Tricks – was ein iOS-Entwickler so braucht beschäftigt. Herausgekommen ist ein spannender Mix, der nicht nur für Entwickler interessant ist.

Hardware

Wer bei eben solchen Tipps und Tricks für Entwickler nur an Software denkt, liegt falsch – mindestens ebenso wichtig ist es, die passende Hardware zu besitzen, um möglichst viele (Test-)Szenarien abdecken zu können. Der Tipp vom Profi beinhaltet viele Gadgets, die auf den ersten Blick vielleicht irritieren mögen:

  • 27-Zoll-Monitor(e)
  • 2560 x 1440 Pixel
  • Apple TV
  • Airport Express

Mit letzterem beispielsweise ist es möglich, sein mobiles Device wie das iPhone oder das iPad mit dem kleinen Tool Reflector direkt auf dem Rechner anzeigen zu lassen. Ist der Rechner an einen Beamer angeschlossen, steht der professionellen Präsentation nichts mehr im Weg. Die großen Monitore hingegen unterstützen bei der Übersicht und bieten mit der hohen Auflösung bei der Entwicklung für Retina-Devices.

Doch Hardware muss nicht nur teuer sein – manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die von Vorteil sein können. So steht vor der Arbeit bekanntlich die Konzeption. Auch dafür hatte Wessel ein paar Tipps parat. Mockups beispielsweise lassen sich auf Papierblöcken seiner Meinung nach am besten vorbereiten, da es so leichter sei, ein Konzept zu verwerfen und komplett von vorne zu beginnen. Es muss also nicht immer ein Tool oder ein teures Devices sein; manchmal ist die Feder eben doch mächtiger als das Schwert.

Ressourcen

Icons und Glyphs werden gerne selbst erstellt oder bei Designern in Auftrag gegeben, was auf Dauer natürlich enorm auf die Geldbörse geht. Dafür gibt es hervorragende Quellen, bei denen man sich mit ausgefallenen und schicken Icons und Glyphs versorgen kann. Dort findet man auch Fonts und Sounds, die dabei helfen, seiner App das gewisse etwas Alleinstellungsmerkmal zu bieten.

Wer dennoch selbst Hand anlegen möchte, sollte einen Blick auf den UIKit Artwork Extractor werfen. Mit diesem kleinen Tool kann man sich die Icons und Glyphs aller Frameworks anzeigen lassen – natürlich nur zur Inspiration!

Besonderes Augenmerk sollte man übrigens der Quelle Apple selbst schenken. Die zahlreichen, kostenlos verfügbaren WWDC-Vorträge bieten einen tiefen Einblick in die Materie, die Samples von Apple selbst sind qualitativ hervorragend und auch die Style Guides und das Support-Forum sollten zur regelmäßig besuchten Ressource avancieren. 

Präsentation

Wer seine fertige App entsprechend auf einer Website oder in einer Präsentation zeigen möchte, für den könnte www.shapeitapp.com hilfreich sein. Einfach einen Screenshot hochladen und im Device seiner Wahl „anzeigen“ lassen.

Ein weiteres Problem, das vor allem bei Präsentationen einer App auftritt, ist die Tatsache, dass nicht ersichtlich ist, wo gerade auf dem Device getouched wird. Ein kleines Tool, dass auf GitHub zu finden ist, schafft Abhilfe: SGTouchPresenter lässt sich mit wenigen Handgriffen in die eigene App einbinden und mach jede Berührung sichtbar.

Tipps für Xcode

Ein aktiviertes Quick Help zeigt die Dokumentation direkt neben dem Quellcode an. Wenn man die Class References deaktiviert, die man nicht benötigt, steigert das die Performance enorm. Ein „Find in iOS 6.1“ in den Einstellungen zu aktivieren, genügt vollkommen, wenn man seine App für eben jene Version entwickeln möchte. Ein wenig Zeit sollte man im Übrigen auch in die für sich angenehmste Fensterverwaltung und in eigene Shortcuts investieren.

Dokumentation

VVDocumenter als Plug-in erstellt mit einem Shortcut eine Dokumentation direkt im Quellcode. So lassen sich beispielsweise Funktionen mit Argumenten unkompliziert „verdokumentieren“.

Eine weiteres hilfreiches Tool zum Thema Dokumentation ist Doxygen. Damit wird nicht nur die Dokumentation direkt im Quellcode generiert. Viel mehr erstellt es on the fly auch komplette Doc Sets mit Quellcode, die anderen und einem selbst, wenn man nach längerer Zeit wieder eine vor geraumer Zeit erstellte Klasse verwendet, das Arbeiten deutlich erleichtert.

Tools, Tools, Tools

So viel zur für allem für Entwickler interessanten Vorrede. Da das jedoch nicht die einzige Zielgruppe ist, die Macs für ihre tägliche Arbeit nutzt, hatte Wessel noch eine ganze Batterie von nützlichen Tools im Gepäck. Und die möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Auf Seite 2 geht es weiter mit Produktivitäts-Tools für den Mac.

Aufmacherbild: Orange Save Your Time Button Foto via Shutterstock / Urheberrecht: Tashatuvango

[ header = Produktivitäts-Tools für den Mac ]

Wie bereits angesprochen gab es eine Liste mit zahlreichen kleineren Apps, die das Arbeiten mit dem Mac deutlich erleichtern können. Hier findet ihr eine kleine Auswahl – aufgeteilt in verschiedene „Aufgabengebiete“.

OS-X-Apps

  • Tastaturübersicht einblenden
    Über die Systemeinstellungen – Tastatur ist es sinnvoll, sich die Tastaturübersicht in der Statusleiste anzeigen zu lassen  
  • DigitalColor Meter
    Ermittelt den Farbcode von Farben auf dem Bildschirm 
  • Forklift
    Finder-Alternative inkl. FTP
  • Better Rename
    Dateien umbenennen für Profis

Monitor-Tools

  • DisplayMode
    Auflösungen für Retina-Displays
  • Window Tidy
    Resizing von Fenstern auf dem Desktop 
  • BetterSnapTool
    Unterstützt die Fensterpositionierung
Maus-Tools
  • BetterTouchTool
    Ist die die Geschwindigkeit der Maus zu langsam, dann gibt es hier den Turbo
  • Find My Mouse
    Sucht und / oder platziert den Maus-Cursor – besonders hilfreich, wenn man mehrere große Monitore betreibt
  • TypeIt4Me
    Fügt per Shortcut Textbausteine ein
AirPlay
  • Reflector
    Bringt den Screen von iOS-Devices auf den Bildschirm 
  • AirServer
    Streamt iPhone/iPad per AirPlay auf den Mac
  • AirParrot
    AirPlay für ältere Macs
Laufwerke
  • SimPholders
    Erleichter den Zugriff über die Statusleiste auf Simulator-Verzeichnisse
  • Jettison
    Automatisches an- bzw. abmelden von USB-Laufwerken
  • SleepTime
    Ermöglicht es, den Mac zeitgesteuert abzumelden
Icons
  • AppIcon
    Generiert App-Icons aus 1024-x-1024-px.Bildern
  • PNG Compressor
    Optimiert .png-Dateien
Screenshots
  • Screentaker
    Liefert Device-Vorlagen für Screenshots eurer App
  • Status Magic
    Bietet die Möglichkeit, die Statusbar anzupassen

Wir sind uns sicher, dass in diesem umfassenden Sammelwerk für jeden etwas passendes dabei sein dürfte. Aber vielleicht kennt ihr auch ein paar spannende Tools die hier keine Berücksichtigung gefunden haben? Lasst es uns wissen!

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -