Programmieren lernen mit Open Roberta
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Open Roberta ist eine neue, internetbasierte Programmierplattform, die unter dem Motto „Jeder kann programmieren – mit Open Roberta“ Schülerinnen und Schülern spielend Programmierkenntnisse vermitteln soll.

Intelligente Roboter, selbstfahrende Autos, Smartphones als Assistenten des Menschen – in unserer Gesellschaft sind digitale Technologien allgegenwärtig. Um diese Welt auch weiterhin ausbauen zu können, muss man sich heute schon um die Ausbildung von IT-Spezialisten kümmern. Denn, wie die neusten Studien beweisen, fehlen alleine in Deutschland bereits 41.000 IT-Fachkräfte.

Open Roberta will Jugentliche für Technik begeistern  

Um dieser Tendenz entgegen zu wirken und junge Menschen für Technik zu begeistern, wurde Open Roberta ins Leben gerufen – eine Initiative des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS). Das neue Projekt verbindet die bereits existierende Initiative „Roberta – Lernen mit Robotern“, die Kinder und Jugendliche spielerisch an Naturwissenschaften und Technik heranführt mit einer technischen Lernumgebung, die das Programmieren lernen erleichtern soll. Die neue Plattform wurde mit Unterstützung von Google entwickelt. Das Unternehmen hat für das Projekt eine Million Euro für zwei Jahre bereitsgestellt. 

Programmieren lernen – leicht gemacht

Im Projekt »Open Roberta« entwickeln die Fraunhofer-Forscher eine frei verfügbare, Cloud-basierte grafische Software, die Kindern und Jugendlichen mit Spaß und ohne technische Hürden das Programmieren ermöglicht – von ersten Programmierschritten bis hin zur Entwicklung intelligenter LEGO MINDSTORMS Roboter mit vielerlei Sensoren und Fähigkeiten.

Dabei spielt es zukünftig keine Rolle, ob man vom Computer, Tablet oder Smartphone aus auf die Plattform zugreift. Diese lässt sich über den Internet-Browser aufrufen, speichert die geschriebenen Programme in der Cloud und macht aufwändige Software Updates überflüssig. Davon profitieren besonders Schulen, da deren IT-Wartung häufig mit großem administrativem Aufwand verbunden ist und viele Einrichtungen oftmals nicht über ausreichende Mittel für leistungsstarke Rechner verfügen. Die internetbasierte Software wird es auch ermöglichen, sowohl in der Schule als auch zuhause an eigenen Programmen zu arbeiten, diese mit anderen zu teilen und unabhängig von Ort und Zeit gemeinsam weiter zu entwickeln. Für Lehrkräfte stehen demnächst Tutorials für die Arbeit mit Open Roberta bereit, die auf die unterschiedlichen Interessen von Mädchen und Jungen eingehen.

Der Nachwuchs von heute programmiert für den Nachwuchs von morgen

Die Open-Roberta-Software ist zur Zeit im Beta-Stadium und wird Open Source weiterentwickelt. Im nächsten Schritt wollen die IT-Experten vom IAIS Lehrkräfte, IT- und Bildungsexperten aus dem Roberta-Netzwerk sowie Hochschulen und ihre Studierenden aktiv in die Entwicklungsarbeiten einbeziehen. Mitte 2015 wird die Software ohne Einschränkungen für alle zugänglich sein und sich zum Beispiel um die Programmierung weiterer Roboter-Systeme erweitern lassen. Sowohl die Software als auch die Open-Source-Entwickler-Tools stehen über Fraunhofer-Server bereit. Zudem können Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland über Ideen-Workshops und Wettbewerbe aktiv die Open-Roberta-Programmierumgebung mitgestalten.

Im Kontext von Open Roberta führt das Fraunhofer IAIS auch seine langjährige Zusammenarbeit mit LEGO Education fort. LEGO Education stellt 160 Roberta-Baukästen für die weitere Verbreitung von Open Roberta in den Bundesländern zur Verfügung. 

 

Aufmacherbild: Flat design modern vector illustration icons set of website SEO optimization, programming process and web analytics elements. von Shutterstock / Urheberrecht: Bloomua

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