Project Loon: Google macht ernst
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Am vergangenen Freitag stürzte im amerikanischen Harrah (Oklahoma) ein High-Tech-Heißluftballon zu Boden. Er verfing sich dabei in Hochspannungsleitungen. Der Absturz löste einen Stromausfall in der benachbarten Region aus, berichtet der Yakima Herald. Was die lokalen Behörden zunächst für einen Wetterballon hielten, entpuppte sich als Eigentum des Internetkonzerns Google.

Google hatte zuvor die US-Luftfahrtbehörde benachrichtigt, dass der Ballon in der Nacht zum Donnerstag auf seinem Rückweg zur Erde sei, damit der Luftraum im betroffenen Sektor abgeriegelt werden konnte. Wie sich herausstellte, gehörte der Ballon zu Googles Project Loon, das darauf abzielt, abgelegene Regionen per Ballons mit drahtlosem Internet zu versorgen. Die solarbetriebenen Fluggeräte fliegen in 20.000 Metern Höhe in der Erdatmosphäre, wo sie den Luftverkehr nicht beeinträchtigen.

Eine Testphase für Project Loon lief letztes Jahr in Neuseeland an. An sich ist das Ganze keine große Neuigkeit. Der Zwischenfall zeigt jedoch, dass Google seine Idee auch tatsächlich verwirklicht. Neben Ballons und Drohnen, die bereits in der Luft sind, plant der Internetgigant außerdem, eine Satelliten-Flotte ins All zu schießen. Dafür sollen bis zu einer Milliarde US-Dollar ausgegeben werden.

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