Putin bezeichnet Internet als CIA-Projekt
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Am Donnerstag sprach der russische Präsident Vladimir Putin auf einer Media-Konferenz in St. Petersburg mit einer Gruppe junger Journalisten und bezeichnete das Internet als ein spezielles Projekt der Central Intelligence Agency, welches sich nach wie vor als solches weiterentwickelt. Zusätzlich warnte er vor der Benutzung von Google, da dessen Web Traffic über die sich in den USA befindlichen Server läuft. Russland müsse sich gegen den Einfluss der USA wehren. 

Putin äußerte auch Kritik an der Suchmaschine Yandex, welche in Russland häufiger genutzt wird als Google. Das Unternehmen hatte sich in den Niederlanden registriert und Putin ist der Überzeugung, dass dies nicht aus steuerlichen Gründen geschah, sondern auch aus anderen Abwägungen.

Diese Woche beschloss das russische Parlament ein Gesetz, nach dem sich die Server für soziale Netzwerke in Russland befinden müssen. Darüberhinaus sollen alle Nutzerinformationen mindestens ein halbes Jahr lang gespeichert werden. Ein weiteres Gesetz regelt die Berechtigungen, den Zugang zu Seiten zu verhindern, die sich auf einer Blacklist befinden, ohne dafür ein Gerichtsurteil zu benötigen.

Putin deutete schon mehrfach an, dass er eine russische Alternative zum WWW einführen möchte, womit er nicht mehr alleine steht, denn auch andere Staaten tragen sich seit den Enthüllungen Snowdens mit diesem Gedanken. Als Snowden in Putins vier stündiger TV-Ausstrahlung per Videochat auftrat und fragte, ob Russland ebenfalls Kommunikation überwachte und speicherte, reagierte Putin abwehrend und sagte, dass er nicht hofft, dass das jemals passieren würde und das auch überhaupt kein Geld vorhanden sei, um einen solchen Apparat aufzubauen, der die breite Masse überwacht. Er gab jedoch zu, dass es Überwachungen in Falle von vermeintlichen Kriminellen und Terroristen gegeben hätte.

 

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