QR-Codes – das sollten Unternehmen beachten
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Bereits vor 19 Jahren entwickelte die japanische Firma Denso Wave QR-Codes, die insbesondere in der Produktionslogistik Verwendung finden sollten. Inzwischen sind die zweidimensionalen Codes, die bis zu 4.200 alphanummerische Zeichen beinhalten, nahezu allgegenwärtig. So nutzen Unternehmen die Codes seit einigen Jahren, um Werbungen, Tickets, Zeitschriften und andere Medien interaktiver zu gestalten  und auf weitere Webinhalte hinzuweisen. Kurz vor dem 20. Geburtstag der Technologie hat Testhub, die Berliner Spezialisten für Usability-Crowdtesting von Webprodukten, eine Studie mit 706 Smartphone-Nutzern durchgeführt, mit dem Ziel, die Effektivität und Akzeptanz der viereckigen Codes zu untersuchen. Das Ergebnis belegt klar den Mehrwert der zweidimensionalen Codes, allerdings scheitern einige Unternehmen an der effektiven Umsetzung.  

QR-Codes bilden für Unternehmen einen Touchpoint, der es einerseits für Kunden einfacher macht, die angebotenen Dienstleistungen zu nutzen und es andererseits Unternehmen ermöglicht, Informationen über ihre Kunden zu sammeln. Diese Informationen können dem Konzern dienen, Angebot und Service den Ansprüchen der Verbraucher anzupassen. Dies gilt besonders für die Gruppe von 20-25-Jährigen, die laut Testhub QR-Codes am häufigsten nutzen

Insgesamt zeigte sich eine deutliche Mehrheit der Tester, die ein Durchschnittsalter von  27 Jahren hatten, mit den QR-Codes bereits vertraut, wenn auch das Level der QR-Erfahrung variierte. Nur 5 Prozent von ihnen gaben an, die Codes regelmäßig zu nutzen, obwohl 78 Prozent im Schnitt mehr als eine habe Stunde am Tag auf ihren mobilen Geräten im Internet surften und schon mindestens einmal QR-Codes genutzt hatten.

Warum nutzen nur 5 Prozent QR-Codes regelmäßig?

Nur in den seltensten Fällen lässt sich eine infrequente Nutzung der QR-Codes auf fehlende Technik zurückzuführen, da die meisten Smartphone-Nutzer eine geeignete Kamera und auch Zugang zu Lese-Apps hatten. Trotz der Akzeptanz der Kunden scheitert die konsequente Nutzung durch den Verbraucher häufig daran, dass viele Unternehmen das Potenzial der Codes nicht ausnutzen oder gar die technischen Voraussetzungen missachten. Jeder Dritte gab an, schon einmal Probleme beim Lesen der Codes gehabt zu haben, da diese an ungünstigen Stellen oder auf schlechten Untergründen angebracht waren.

Ein wichtige Kriterium ist dabei, dass die Kunden aus den Codes einen Mehrwert erkennen können sollten der über die bloße Verlinkung zu Informationsseiten hinaus geht. So ist ein Beispiel für die sinnvolle Nutzung von QR-Codes die Platzierung auf Tickets, etwa um ein Ticket auf dem Mobiltelefon anzuzeigen, Fahrpläne zu erhalten oder zur Buchung eines Angebots zu gelangen. Interesse bestand ebenfalls an QR-Codes für Gutscheine und Coupons. Wenig sinnvoll hingegen ist die Verlinkung auf Seiten, die nicht für mobile Geräten optimiert sind.

Das Ergebnis der Studie zeigt klar die Möglichkeiten der QR-Codes auf, da es eine hohe Akzeptanz auf der Kundenseite gibt. Doch müssen die Unternehmen ihre Angebote auch auf die mobilen Geräte ausrichten und interessante und relevante Angebote mit den Links verknüpfen, um die Kunden zu binden und zum regelmäßigen Scannen der Codes anzuregen. 

Quelle Aufmacherbild: Scanning QR code with mobile smart phone Foto von Shutterstock / Urheberrecht: rangizzz

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