Qt im Browser dank emscripten-qt
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Als Google mit Chrome OS ankam, und die komplette Bedienung des Computers in den Browser verlagern wollte, schauten wir ungläubig zu und kauften einfach kein Chromebook. Doch scheint sich das Blatt langsam zu wenden, und die Zahl der Tools, die alte Mauern einreißen, nimmt stetig zu.

Eins davon ist der JavaScript-Port des GUI-Toolkits Qt. Entstanden ist die JavaScript-Variante mithilfe von emscripten, einem C(++)-in-JavaScript-Compiler.

Da Qt schon seit vielen Jahren verwendet wird, um Anwendungen plattformübergreifend ein einheitliches Antlitz zu geben, wird damit einem großen Pool von Programmen die Tür in den Browser aufgestoßen. Eine erste Sammlung von Demos findet Ihr auf der Website von emscripten-qt.

Freilich ist es mit der Übertragung des GUIs nicht getan. Daher hat man bei emscripten auch an die Implementierung diverser APIs gedacht. So erstellt ein File API ein virtuelles Dateisystem zum Öffnen und Speichern von Dokumenten innerhalb der JavaScript-Anwendung. Darüber erhält die App letztendlich Zugriff zur Welt außerhalb des Browser(tab)s.

Was kommt als nächstes? Ein virtualisierter Browser im Browser? Erst kürzlich gab man sich bei Mozilla dem Gedankenexperiment hin, via emscripten einen WebKit-Tab zu ermöglichen.

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