Rechtsstreit mit Twitter führt zu TwitPic-Aus
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TwitPic wird wegen eines drohenden Markenrechtstreits mit Twitter zum 25. September seine Dienste als Bildspeicherplattform einstellen, teilte TwitPic Gründer Noah Everett gestern auf dem Unternehmensblog mit. Man wolle aber in den nächsten Tagen eine Download-Funktion für bisher geteilte Bilder bereitstellen. In Everetts Stellungnahme zum Shut-Down heißt es, dass Twitter angedroht habe, die Anbindung bzw. Programmierschnittselle (API) zu kappen.

Twitter gefällt TwitPics Name nicht

Bereits 2008 wurde das Unternehmen als Startup gegründet und hat die Marke 2009 bei der Patentbehörde USPTO eintragen lassen. Obwohl TwitPic auch als unabhängiger Image Hoster genutzt werden kann, haben die meisten User, darunter auch viele Journalisten, den Bilder-Service vornehmlich dazu verwendet, um in nahezu Echtzeit Bilder via Twitter zu posten. Streitigkeiten wegen des Namens sollen nun der Auslöser des selbst eingeleiteten Shut-Downs gewesen sein.

Aufgabe statt Gegenwehr

Trotz eingetragener Marke scheint es, als wolle sich TwitPic nicht auf rechtlichem Wege gegen den marktführenden Microblogging-Dienstleister zur Wehr setzen: „Unfortunately we do not have the resources to fend off a large company like Twitter to maintain our mark which we believe whole heartedly is rightfully ours. Therefore, we have decided to shut down Twitpic“, schreibt Everett. Dass nirgends explizit auch von wirtschaftlichen Forderungen die Rede ist, überrascht dabei ein wenig. Denn auch Twitter selbst beruft sich in einer Stellungnahme auf Marketing Land lediglich auf die Namensproblematik und dass man durch die Maßnahme die Marke Twitter schützen wolle. Über alle weiteren Entwicklungen, und ob TwitPic anderweitig bestehen bleibt, halten wir euch auf dem Laufenden!

Aufmacherbild: http://blog.twitpic.com/2014/09/twitpic-is-shutting-down | © TwitPic 

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