Rocket Internet: Westwing Living soll an die Börse
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Die Information, der Berliner Internetinvestor Rocket Internet plane für kommenden Herbst den eigenen Börsengang in Frankfurt am Main, ist schon Anfang des Monats durchgesickert. Doch neben seinem eigenen IPO soll der deutsche Startup-Inkubator auch weitere Börsengänge seiner Tochterunternehmen planen und diese börsentauglich machen.

So soll unter anderem der Online-Möbel-Shoppingclub Westwing ebenfalls in Frankfurt sowie der Berliner Lebensmittel-Lieferservice HelloFresh in Australien auf Parkett gehen.

HelloFresh Erfolgsstory

Erst vergangenen Mittwoch hat HelloFresh, das 2011 in Berlin gegründet wurde, mitgeteilt, eine Finanzierungsspritze von rund 50 Milliarden US-Dollar von dem US-amerikanischen Wagnisfinanzierer Insight Venture Partners und seinem russischen Pendant Phenomen VC erhalten zu haben. Das Geld soll in die weitere Expansion und den Einsatz neuer Technologien investiert werden.

Zalando soll als Ersten an die Börse gehen

Auch der Online-Versandhändler Zalando, an dem die Samwer-Brüder Anteile halten, arbeitet laut Brancheninsidern bereits an seinem Börsengang, soll als Erstes seine Aktien auf den Markt bringen und in Frankfurt am Main gelistet werden. Das berichtet jetzt Manager Magazin Online und bezieht sich dabei auf Insiderinformationen.

Oliver Samwer soll CEO werden

Der Börsengang der Startup-Fabrik Rocket Internet soll von Investmentbanken Berenberg, Morgan Stanley und JPMorgan geprüft werden. Oliver Samwer soll Vorstandsvorsitzender der Rocket Internet AG werden.  

Rocket Internet – 75 Startups, 15.000 Mitarbeiter

Rocket Internet wurde im Jahr 2007 von den Kölner Brüdern Oliver, Alexander und Marc Samwer gegründet. Die Samwer-Brüder, die 65 Prozent der Unternehmensanteile halten, haben seitdem unter dem Rocket-Internet-Dach 75 Unternehmen in Deutschland und dem Ausland (Afrika, Südamerika, Asien und dem Nahen Osten) gegründet, die rund 15.000 Menschen beschäftigen.

Klon-Könige mit Geschäftssinn

Den Samwer-Brüdern, die auch als Klon-Könige bekannt sind, wird nachgesagt – zurecht – sie würden Firmen, die bereits existieren und woanders gut funktionieren, nachbauen, anstatt eigene Ideen umzusetzen. Doch Fakt ist, dass die Unternehmer ein beeindruckendes Gespür für Startups mit Potenzial, einen eisernen Willen sowie verbissene Disziplin haben und so beeindruckende Erfolge feiern können. 

Aufmacherbild: MARCH 5, 2014 – BERLIN: the logo of the brand „Rocket Internet“. via Shutterstock / Urheberrecht: 360b

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