Delivery Hero und EatFirst

Rocket investiert in Online-Lieferservices
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Mit Beteiligungen an Delivery Hero und weiteren Investitionen in HelloFresh ebnet Rocket Internet sich weiter seine Vormachtstellung im Segment der Online-Bringdienste für Lebensmittel.

Der Online-Lieferservice-Trend ist voll im Gange: Laut einer Studie hat bereits jeder vierte Nutzer online Lebensmittel gekauft. 15 Millionen Deutsche haben demnach eine Online-Bestellung von fertigen Gerichten, Gemüsekisten und Kochrezepten mit den dazugehörigen Zutaten getätigt –Tendenz steigend. Rocket Internet ist schon einige Zeit in dem Sektor mit EatFirst und neuerdings auch mit Bonativo unterwegs. Außerdem sind die Berliner Rocketer am Lebensmittel-Lieferservice Shopwings beteiligt. Nun folgt der nächste Coup: Für einige Millionen kauft sich Rocket Internet bei der Liefer-Plattform Delivery Hero ein.

Online Takeaway ist Rockets neuer Liebling

Der aktuellen Pressemitteilung zufolge investiert der Startup-Inkubator 496 Millionen Euro in die internationale Plattform Delivery Hero. Rocket Internet fasst damit auch seine Beteiligungen an Foodpanda und Delivery Hero zusammen. Die Berliner erhalten dadurch Anteile von 30 Prozent, worunter hierzulande auch Lieferheld und Pizza.de fallen, in Italien Pizzabo und in Spanien La Nevera Roja. Die neuen Anteile an FoodPanda und Delivery Hero fasst Rocket Internet künftig unter dem Namen Global Online Takeaway Group zusammen. Delivery Hero ist allein in 24 Ländern unterwegs, darunter fallen etwa 90.000 Partner-Restaurants. In der Kombi partizipiert Rocket demnächst an zusammen rund 140.000 Restaurants.

Beteiligung an HelloFresh ebnet den Weg

Daneben investieren die Samwers 110 Millionen Euro in das Kochabo-Boxen-Startup HelloFresh, womit die Beteiligung auf 52 Prozent steigt. Mit einem Nettoumsatz von 120 Millionen Euro pro Jahr und 172.000 aktiven Kunden 2014 wie das Unternehmen berichtet, dürfte Rocket auch hier einen guten Riecher haben, was den Online-Food-Sektor anbelangt. Der Markt für Food-Lieferservices wird weiter zunehmen. Der Startup-Inkubator will dann ganz vorn mit dabei sein, wenn Onlinebestellungen von Lebensmittel längst zum guten Ton gehören und statt jedem vierten bereits jeder zweiter Internetnutzer begeistert bestellt.

Neuer Startup-Trend: urbaner Lifestyle

Dass die Samwers sich so auf den Food-Delivery Markt stürzen, dürfte uns hellhörig werden lassen. Tatsächlich gibt es immer mehr Startups, die sich im Healthy-Food und Lifestyle-Sektor bewegen. Während in den letzten beiden Jahren vorrangig Apps entwickelt wurden, die mehr auf das Zusammentreffen von gleichgesinnten und Ortungsdienste ausgerichtet waren, versuchen die Startups zur Zeit mehr einen Lifestyle und Komfort zu verkaufen, der das urbane Leben der modernen Städter erleichtern und individualisieren soll.

Aufmacherbild: Vegetables in wooden box isolated on white via Shutterstock, Urheberrecht: Evlakhov Valeriy

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