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Rooms: Mobile Foren-App von Facebook
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Wie bereits vor einem Monat angekündigt, ging Facebook Rooms heute endlich in Deutschland an den Start.

Am 23. Oktober stellte Josh Miller, Mitgründer der Diskussionsseite Branch, die mobile Foren-App Rooms vor. Das zu Facebook gehörende Unternehmen will Diskussionsforen zu beliebigen Themen aufs Smartphone oder Tablet holen. Die Forenkultur, die vor etwa 15 Jahren das Bild des Internets prägte, könnte mit Rooms nun ihre Renaissance als mobile Anwendung erleben. Das Besondere: Facebook gestattet Nutzern bei Rooms beliebige Nicknames zu wählen, Chaträume anzulegen und somit weitestgehend anonym Nachrichten, Bilder und Videos im Forum zu teilen. Es gibt keine Account-Anbindung zu Facebook.

Rooms: Bewährtes Forenprinzip für unterwegs

Mopskultur, Selfie-Photobombing oder Gartenpflege – die Themen der Foren sind frei wählbar. Da Rooms die Möglichkeit bieten soll, auch von unterwegs neue Diskussionen zu starten, unterscheidet es sich hierin vom News-Aggregator Reddit, der ebenfalls mit einer mobilen App vor kurzem an den Start ging. Die Funktionsweise von Rooms ist ähnlich wie bei bestehenden Internetforen: Nach der Gründung werden Moderatoren festgelegt, Regeln aufgestellt und gegebenenfalls Altersbeschränkungen gemacht. Anders als bei den Facebook-Gruppen müssen die User für jedes Forum neue Identitäten anlegen.

QR-Codes als Einladung

An einem Forum teilnehmen kann nur, wer explizit eingeladen wird. Hierfür bietet das mobile Netzwerk QR-Codes, die zu jedem Forum generiert und extern in der Fotogalerie des Smartphones gespeichert werden. Schickt man den Code als Einladung weiter, wird der Empfänger automatisch nach dem Einlesen für das jeweilige Forum freigeschaltet.

Veranstalter könnten von Rooms profitieren

Die QR-Codes könnten auch ebenso gut ausgedruckt und verteilt werden. Dies würde Veranstaltern die Möglichkeit bieten, für anstehende Events eine Crowd zu sammeln. Auch wenn Facebook mit Rooms offenbar anders als in seinem eigenen Netzwerk Nicknames zulässt und einen Grad der Anonymität zugesteht, können natürlich auch aus gewerblich geführten Foren die Vorlieben der User als Kollektiv erfasst werden.

We want the rooms you create to be freeing in this way. From unique obsessions and unconventional hobbies, to personal finance and health-related issues – you can celebrate the sides of yourself that you don’t always show to your friends

Dass es im Blog ausgerechnet heißt, man könne in Rooms problemlos seine persönlichen Finanzen und Gesundheitsangelegenheiten anonym mit Freunden und Familie teilen, lässt unwillkürlich ein gewisses Misstrauen gegenüber dem Social-Media-Konzern aufkommen.

Trotzdem macht Rooms einen spannenden Eindruck und dürfte sich rasch ausbreiten, wenn es hält, was es verspricht. Bisher gibt es die App leider nur im App Store für iPhone-User.

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