Samsung Gear VR – Virtual Reality für den Massenmarkt
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Desktop-Rechner-Laptop-Smartphone und Tablet: Das Internet hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von Strom- und LAN-Kabeln befreit, ist mobil, sozial und viral geworden – wie geht es weiter?

 

 

So funktioniert die Samsung Gear VR Datenbrille

Gestern hat Samsung sein erstes Virtual-Reality-Device vorgestellt, das in Zusammenarbeit mit Oculus VR entwickelt wurde: Die sogenannte Samsung Gear VR besteht aus einem breiten Gehäuse, in dem zwei runde Linsen untergebracht sind. Durch diese schaut der Betrachter auf das Display von Samsung Galaxy Note 4, das vor die Linse eingespannt wird: 

samsung galaxy vr

© Software & Support Media 

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Mehr als ein Brillenaufsatz

Die Datenbrille ist aber mehr als ein Adapter für das Samsung Galaxy Note 4. Sie katapultiert den Nutzer in eine andere Welt – das Umfeld wird komplett ausgeschaltet. Obwohl Virtual-Reality-Brillen nicht neu sind, markiert Samsungs Gear VR tatsächlich einen Meilenstein – der südkoreanische Elektronikhersteller bietet eine 3D-Brille für den Massenmarkt an und macht diese Technologie salongfähig. 

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Samsung: Das Monster steht hinter dir!

Objektiv gesehen starrt man durch zwei Oculus-Linsen auf ein Smartphone-Display – klingt unspektakulär. Der subjektive Eindruck überzeugt aber von der ersten Minute an. Ich habe die Samsung Gear VR selbst getestet und bin sehr positiv überrascht. Als Brillenträger (-3,5 Dioptrien) hatte ich meine Bedenken, ob die Bilder scharf genug wären – schließlich musste ich meine eigene Brille vorher abnehmen. 

Die Bildschärfe ist aber manuell regulierbar, ein kleines Rädchen am oberen Rand der Brille sorgt für den richtigen Durchblick – auch ohne Sehhilfe.

In meinem Test habe ich sowohl die Games „Temple Run“ als auch „Lands End“ gespielt. Beide Spiele überzeugten durch realistische Grafiken und einen nahtosen Bildfluss ohne Ruckeln und Zucken. Temple Run ist naturgemäß etwas hektischer, weil man permanent vor einem Monster wegläuft. Anders als beim Mobile Game erlebt man das Geschehen aus der Ego-Perspektive, sodass man sich auch zum Monster umdrehen kann.

Die 3D-Welten lassen sich optimal im Sitzen erkunden – vor allem auf einem Drehstuhl, damit man sich leicht zu allen Seiten hindrehen kann. Die Steuerung erfolgt per Touch-Befehle, die man auf einem ca. 6 Zentimeter großen Multitouch Display am rechten Rand der Brille ausführen kann. Alternativ zum Display gibt es auch einen klassischen Controller:

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Lands End

Ein Kontrastprogramm zum hektischen Temple Run bildet das stimmungsvolle Spiel „Lands End„, das genau wie Temple Run für die Samsung Gear VR optimiert wurde. Der Spieler schwebt durch eine pastellfarbene Landschaft, fliegt über Felsen und fixiert durch längeres Anschauen kleine Sterne, die aufleuchten.

Die User Experence ist hervorragend, sodass sich der Nutzer zeitvergessen in den Welten von Lands End verlieren kann.

Samsung Gear VR ist nur der Anfang

Angesichts der gelungenen UX der Datenbrille bleibt es spannend, wie sich diese Technologie weiterentwickeln wird. Samsung wird neben Spielen auch VR-optimierte Spielfilme anbieten. Ob sich diese auf dem Markt durchsetzen werden, bleibt fraglich.

Die Zielgruppe ist jedenfalls klar umrissen: überwiegend jüngere oder sehr Tech-affine Samsung Galaxy Note 4 Besitzer, die über das nötige Kleingeld verfügen und sich die Datenbrille als ergänzendes Gadget leisten können. Entscheidend für den Erfolg wird vor allem das Angebot an geeigneten Spielen und Filmen sein.

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