Samsungs neue Geräte – eine Abrechnung
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Schummrige Beleuchtung und hippes Flötengedudel aus dem Synthesizer. Wir befinden uns in Berlin und das Geklimper ist der Auftakt zu einem der größten Samsung-Events des Jahres. Im Laufe dieser Show wurden unter dem Zeltdach des Tempodroms vier neue Geräte „Made in South Korea“ serviert, die die Gerüchteküche bereits seit Wochen vorhergesehen hatte:

Samsung Galaxy Note 4, Galaxy Edge, Gear S und Gear VR

Wendepunkt in der Mobile-Branche

Stolz, aber auch ein wenig verloren wirkte der Samsung Mobile Präsident DJ Lee auf der riesigen Showbühne, während er von einer Wende in der Mobile-Branche sprach. Samsung habe schon immer Innovationen vorangetrieben und sei sich seiner Führungsrolle in der Mobile-Branche bewusst. Eine Branche, die laut DJ Lee vor einem Wendepunkt steht – die Ansprüche der Endnutzer werden immer größer – das bekannte Lied.

Samsungs Antwort auf den Wandel

Umso spannender war es also, zu sehen, wie denn Samsungs Antwort auf den Wendepunkt der Branche aussehen wird: ein neues Samsung Galaxy Note in vier bunten Farben und wer es besonders luxuriös mag – auch mit Glitzersteinen von Swarowski.

Bei diesem Anblick entfuhr der Co-Moderatorin Rachel Riley ein gekünsteltes „wow!“. Rachel spielte nämlich auf der Bühne das Klischee der Tech-naiven Frau, die trotz aller präsentierten Spezifikationen des Gerätes erst beim Anblick von Swarowski-Kristallen ins Schwärmen kommt. Kleine Randbemerkung: Wir empfehlen DJ Lee bei seinem Berlin-Aufenthalt einen Besuch bei den Geekettes! Das Publikum quittierte diese Ausfälle auf der Bühne mit betretenem Kopfschütteln und mit Gelächter – zu Recht.

samsung event

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Samsung Galaxy Note 4

Denn die präsentierten Samsung-Geräte überzeugen vielmehr durch ihre Spezifikationen als durch ihr Design: So hat das Samsung Galaxy Note 4 hat ein 5,7 Zoll großes Display und ist mit 2.560 x 1440 Pixeln schärfer als sein Vorgänger. Das Gerät wiegt trotz seiner Größe nur 176 Gramm und hat einen Snapdragon-805-Prozessor an Bord mit vier Kernen und einer Taktung von 2,7 Gigahertz.

 samsung galaxy note 4

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samsung galaxy note 4

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samsung galaxy note 4

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Samsung Galaxy Edge – Knick in der Optik?

Hat die Welt darauf gewartet? Ein Display, das über den Rand hinausgeht und es um eine Menü-Leiste erweitert. Die Antwort lautet: nein. Samsung hat mit dem Samsung Galaxy Edge ein Smartphone präsentiert, über das man noch lange sprechen wird, und an dem sich letztendlich die Geister scheiden werden.

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Die ungewöhnliche Bauweise des Displays ist aber das einzig Interessante an dem Gerät, denn ansonsten ist es mit dem Samsung Galaxy Note 4 baugleich.

Der Hands-on-Test hat mich nicht begeistert, denn es ist, bedingt durch seine schiere Größe, ein Balance-Akt, den äußeren gebogenen Rand mit dem Finger zu erreichen. Unser erster Hands-on-Test:

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samsung galaxy edge

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samsung galaxy gear danoglidis

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Samsung Gear S – wo ist die Kamera?

Als DJ Lee den Namen der Samsung-Smartwatch, Samsung Gear S, aussprach, ertönte Zeitgleich ein dramatischer Trommelwirbel im Saal – eine ungewollte Situationskomik und entsprechendes Gelächter beim Publikum. Die neue Samsung Smartwatch sieht zwar schön aus, hat einen Dual Core Prozessor an Bord und 512 MB RAM, aber wo ist die Kamera? Sie fehlt! Im Gegensatz zu ihrem Vorgängermodell fehlt bei der neuen Smartwatch tatsächlich die Kamera. Noch wenige Minuten zuvor hatte der Co-Moderator Rory O`Neill die Wichtigkeit der Kamera-Funktion bei mobilen Geräten betont und stolz die neuen Kamera-Features des Galaxy Note angepriesen – und nun, bei der Smartwatch scheint die Kamera überflüssig. Man wird nicht schlau daraus.

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samsung gear s

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samsung gear s

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samsung gear s

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Samsung Gear VR

Ein Gerücht wird wahr. Samsung hat tatsächlich eine Virtual-Reality-Brille für den Massenmarkt geschaffen. Die in Zusammenarbeit mit Oculus entwickelte Datenbrille kommt bald in die Läden und dürfte vor allem für Gamer interessant sein. Auf der anschließenden Produktpräsentation durfte ich mir persönlich ein Bild von der Datenbrille machen und eine Runde Temple Run spielen. Das erste Fazit ist durchaus positiv! Die Bilder zogen flüssig und ruckelfrei an meinen Augen vorbei. Das dreidimensionale Erlebnis hat die Spannung erhöht – schließlich sind 360-Grad-Ansichten möglich, sodass man einen Blick nach hinten werfen und dem Monster, das einen jagt, direkt in die Augen schauen kann:

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samsung galaxy vr

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