Samsungs Tizen soll Android Konkurrenz machen
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Seit Tizen auf den smarten Samsung Gadgets Gear 2, Gear 2 Neo, Gear Fit der Öffentlichkeit präsentiert wurde, ist das mobile Betriebssystem wieder in aller Munde.

Tizen entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Intel, Samsung und der Linux Foundation und wurde als Open Source mobile OS im Mai 2012 freigegeben.

Die Version 2 des mobile OS sollte sowohl auf Smartphones, Tablets und Notebooks als auch auf Smart-TVs sowie Infotainment-Systemen laufen. Durch die mehrfach verzögerte Markteinführung Tizen-basierter Geräte war es um das mobile Betriebssystem allerdings in der Vergangenheit eher still geworden.

So hatte erst im Januar diesen Jahres Japans größter Carrier NTT Docomo seinen Plan für ein von Samsung gefertigtes Smartphone mit Tizen OS gecancelled. Yoon Han-kil, Samsungs Senior Vice President für Produktstrategie, sagte damals gegenüber Reuters:

Wir haben versucht, [Tizen] mit Docomo und Orange zu starten, aber das ist uns aufgrund schlechter Marktbedingungen nicht gelungen. Wir haben unsere Strategie geändert und werden die Telefone in einigen Ländern veröffentlichen, in denen wir uns gut schlagen[…]

Nun wurde bekannt, das Samsung dieses Jahr zwei Smartphones mit Tizen auf den Markt bringen will. Das linuxbasierte OS ist somit noch lange nicht abgeschrieben. Allerdings müsse Tizen rund 15 Prozent zu Samsungs gesamten Smartphone-Verkäufen beitragen, um als erfolgreich zu gelten, so Yoon.

Demnach müsste Samung etwa 46 Millionen Tizen-Geräten ausliefern, was etwa den Verkaufszahlen von Huawei, Lenovo oder LG entspricht. Ein recht hoch gestecktes Ziel, weswegen Yoon auch betont, dass Googles Android weiterhin für Samsung eine entscheidende Rolle spiele. Tizen-basierte Geräte sollen daher in Märkte eingeführt werden, in denen Android noch keine bedeutende Rolle spielt.

Zum Ende des 2. Quartals sollen die Tizen-Smartphones auf den Markt kommen. Während das eine Smartphone von den Spezifikationen mit dem Galaxy S5 vergleichbar sein soll, wird das zweite ein Mittelklasse-Smartphone darstellen, das für hohe Absatzzahlen sorgen soll. Wir sind gespannt, ob Samsung mit den linuxbasierten mobile OS punkten wird.

Zumindest versuchen die Koreaner nicht die bereits bekannte Smartphone-Experience neu zu erfinden. Viel mehr ähnelt das Betriebssystem von der Handhabung Googles Android. Die Markteinführung könnte daher diesmal tatsächlich klappen.

 

 

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