Schritt 1 der Google-Strategie: Billig-Chromebooks sind erst der Anfang
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Google will in allen Bereichen die Nummer Eins sein. Im Suchmaschinengeschäft sind sie es schon lange, das mobile OS Android ist weiter auf dem Vormarsch und günstige Laptops sind auch im Sortiment. Letztere, Googles Chromebooks, wollen bisher aber nicht wirklich Anklang finden, was vor allem an Chrome OS liegt, einer Software, die im Grunde nur aus einem aufgeblähten Browser besteht.

Entsprechend günstig werden die Geräte auch gehandelt: Gerade einmal 299 Euro sind für das seit heute auch in Deutschland verfügbare Samsung Chromebook fällig. Als reine Surfmaschine im MacBook Pro Look gar nicht mal so schlecht, auch wenn die Verarbeitung hier und da nicht ganz überzeugt.

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Ab sofort für 299 Euro erhältlich. ©Samsung

Wo soll es hingehen?

Dass Google keine billigen Surfmaschinen vertreiben lassen will, wissen wir seit dem Chromebook Pixel. Ein wahres Juwel, das für weitaus mehr bestimmt ist, als bloßes Surfen. Dafür sind aber auch knappe 1.500 US-Dollar fällig. Wer hinter den Vorhang blickt, erkennt Googles wahre Intention und beantwortet sich gleich die Frage, wie wohl ein Multimilliarden-Dollar-Konzern auf den Tisch haut. Das erfolgt nicht unmittelbar, nicht direkt, auch nicht demokratisch, sondern: Nun ja, mit einem Chromebook Pixel!

Der neue Stern am Technik-Himmel, der YouTube Reviewer Marques Brownlee, hat es völlig richtig erkannt: Google hat mit seinem überteuerten neuen Super-Laptop nichts anderes als ein “Muster-Produkt” erschaffen. Damit will man seinen Softwarepartnern zeigen, wie die zukünftigen Chromebooks gefälligst auszusehen haben. Also nicht billig und schrottig wie im Moment, sondern High-End. Und Google liefert die Software. Schon bald könnte es also Chromebooks von Samsung, Acer und Co. geben, die zu weit mehr zu gebrauchen sind, als zum stumpfen Surfen. Für ganz Dumme schreibt es Google sogar dazu: „Für das, was als nächstes kommt: Das Chromebook Pixel ist ein Laptop mit bester Hardware und Software sowie bestem Design, der als Inspiration für zukünftige Innovationen dient.“ (Original Slogan: siehe Screenshot)

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Screenshot: google>devices

Gefährlich für die Konkurrenz – um nicht zu sagen Apple und Microsoft – wird es dann, wenn Chrome OS auch Android Apps unterstützt. Mit einem Male hätte man dann einen Laptop mit manigfaltigen Fähigkeiten, der sich in der Business- sowie der Consumer-Welt zuhause fühlt. Im Grunde gleicht Googles Strategie einem Krieg an mehreren Fronten: Android fängt an, zu begeistern, Chrome OS stellt sich gegen die MacBooks auf und die Google Docs ärgern noch immer Microsoft.

Aufmacherbild: ©Samsung

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