Secretbook für Facebook: Geheime Botschaften versteckt in Bildern
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Das Problem bei Facebook ist, dass es mittlerweile viel zu öffentlich geworden ist. Neusten Studien zufolge weichen Teenager daher auf junge Foto-Netzwerke wie Instagram oder Snapseed aus, um den Blicken ihrer Eltern zu entgehen. Unterm Radar lebt es sich eben am besten.

Botschaft in Bildern verstecken

Ein neues Tool von Ex-Googler Owen Campbell-Moore könnte da nun Abhilfe schaffen. Eine Chrome-Erweiterung mit dem treffenden Namen Secretbook lässt Euch geheime Botschaften in Bilddateien verstecken. Dazu installiert Ihr die Erweiterung, startet Facebook und sucht Euch ein passendes Bild für die zu versteckende Botschaft aus. Die Qualität des Bildes sollte nicht zu mager sein, sonst funktioniert das Ganze nicht.

Um zu beginnen, müsst Ihr die Tastenkombination Strg+Alt+A drücken. Es poppt ein Uploadfenster aus, in dem Ihr eine Bilddatei auswählt, eine Botschaft in das entsprechende Feld eintragt sowie ein Passwort vergebt. Anschließend ladet Ihr das fertige Bild auf Eure Festplatte.

secretbook

Im zweiten Schritt könnt Ihr das vom Plugin bearbeitete Bild in ein beliebiges Album auf Facebook hochladen und Eurer jeweiligen Vertrauensperson das Passwort weiterleiten. Diese kann nun während sie das Bild auf Facebook betrachtet, ebenfalls mit der Tastenkombination Strg+Alt+A das Kennwort eingeben und anschließend in einem Popup-Fenster die geheime Botschaft lesen.

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Wie funktioniert das?

Für die Verschlüsselung wird das bekannte JPEG-Steganographie-Verfahren verwendet. Das ist zwar nichts Neues, die Art, wie es Campbell-Moore es zur Anwendung bringt, dagegen schon.

Da Facebook, um den Fotoupload zu beschleunigen, alle Bilder nach einem eigenen Verfahren komprimiert, gestaltet sich das Verstecken von Botschaften eigentlich als unmöglich, da versteckte Codes beim Upload aus den Bildern verschwinden bzw. unleserlich gemacht werden.

Campbell-Moores Plugin verwendet mit seinem Plugin jedoch eine fast identische Kompressionstechnik wie der Facebook-Uploader, sodass die bearbeiteten Bilder fast unverändert hochgeladen werden. Das Verfahren ist zwar nicht perfekt, funktionierte aber in unserem Test zuverlässig bei Bildern mit ausreichender Pixeldichte (empfohlen werden 960x720px, unsere Testbilder lagen deutlich darunter).

Das etwas umständliche Verfahren zur Erstellung der Botschaft bringt leider eine relativ schlechte User Experience mit sich. Laut Blog-Eintrag will Campell-Moore das Plugin aber noch verbessern.

Wie sicher ist die Verschlüsselung?

Normalsterbliche können ohne Eingabe des Codes keine versteckten Nachrichten dekodieren. Auf den Bildern, original und bearbeitet, ist mit bloßem Auge kein Unterschied zu erkennen, selbst wenn man hereinzoomt. Dennoch sollten Staatsgeheimnisse und sonstige Komplotte nicht über ein so simples Verschlüsselungsverfahren wie die Image-Steganographie ausgeplaudert werden.    

Aufmacherbild: Screenshot Chrome Web Store

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