Selbstmarketing im Social Web – Oliver Gassner auf der webinale 2014
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Oliver Gassner ist Kommunikationsberater im Social Web und berät Kunden unter anderem im Bereich der Businessnetzwerke wie XING, Linkedin oder Google+. Auf der diesjährigen webinale 2014, die vom 1. bis 4. Juni in Berlin stattfindet, hat Oliver Gassner einen Vortrag zum Thema „Selbstmarketing im Social Web“ gehalten. 

Social Media im beruflichen Kontext

Social-Media-Plattformen werden immer mehr im beruflichen Kontext benutzt. Mit geschäftlicher Absicht verbinden sich Menschen auf XING, Facebook, Twitter oder Google +. Viele haben dabei keine Ahnung, was sie mit ihrem XING-Profil anfangen sollen und welche Kommunikationslogik dahinterliegt.

Besucher bleiben nur ein paar Sekunden auf dem Profil

Wie entdeckt man XING-Profile? Oft zufällig. Wenn man dabei nichts Spannendes auf dem Profil findet, bleibt man nicht länger als ein paar Sekunden drauf und klickt sich weiter durch Unmengen an Mitglieder-Accounts.

Dementsprechend sollte man sich die Frage stellen: „Verstehen die anderen, was wir genau tun?“

Nach diesem Prinzip setzt man die Informationen des Profils so zusammen, dass der Besucher innerhalb von fünf Sekunden eine Erklärung bekommt, wer sich hinter dem Profil versteckt, und welcher Nutzen sich für ihn ergeben könnte. 

Vernetzung im Social Web

Hat man ein ordentliches Profil erstellt, kommt der Moment, sich zu vernetzen. Am besten funktioniert das im Social Network eben durch Weiterempfehlung. Zeigt man Kompetenzen durch nützliche auf dem Profil platzierte Inhalte, wird der ein oder andere Nutzer womöglich die Inhalte weitertragen und für mehr Follower und Reichweite sorgen.

Bleibt in Erinnerung

Regelmäßige Online-Aktivitäten sind wichtig. Einfach nur ab und an zu kommunizieren, reicht nicht, um in Erinnerung zu bleiben. Die Kommunikation muss regelmäßig passieren. Denn Social-Media-Auftritte machen nur Sinn, wenn diese auch gepflegt und mit Inhalten versorgt werden – mit hochwertigen Inhalten, die unter Umständen weitergereicht werden.

Kommt raus in die Welt 

Die Idee, vor seinem Rechner zu sitzen und sich nur in der Online-Welt zu bewegen, ist wenig produktiv. Online-Aktivitäten sollten durch Offline-Aktivitäten begleitet bzw. umgekehrt werden. Relevante Networking-Events sollten auf der Agenda stehen. Denn die Kunden, die sich online bewegen, sind offline genauso unterwegs.

Von der Kaltakquise hin zu Pull-Akquise

Baut man ein Businessprofil strategisch und übersichtlich auf und versorgt dieses regelmäßig mit aktuellen Inhalten, ist der Weg geebnet von der Kaltakquise hin zur „Pull-Akquise“. Bedeutet: die Kunden nehmen aktiv und ohne Aufforderung Kontakt auf, dank der Empfehlungen, die sie aus dem eigenen Kreis bekommen.

Wichtige Regeln für funktionierende Businessprofile

  • Profil, das schnell klarmacht, wer dahinter steckt und was der Nutzen ist
  • Regelmäßig eigene Inhalte einpflegen und Inhalte anderer Mitglieder sourcen. Es ist ein Geben und Nehmen. Verbreitet man fremde Inhalte (natürlich mit Zielgruppenrelevanz), werden diese womöglich in Zukunft die Geste erwidern und für mehr Reichweite bei eigenem Content sorgen.

Eigene Homepage stets im Mittelpunkt

Am Schluss noch eine wichtige Anmerkung: Social Media Netzwerke sind zusätzliche Plattformen. Die Zentrale ist immer die eigene Homepage. Social Media Networks sollen nur unterstützen. Die Inhalte müssen   – aus Kundenperspektive betrachtet –  primär auf der Homepage optimiert werden, damit Social Media auch funktionieren kann.

Gute Inhalte können auch routieren. Ist ein Beitrag besonders gelungen oder informativ, kann dieser über die Business-Accounts auch mehrmals geshared werden. Hier sollte man natürlich den zeitlichen Rahmen im Auge behalten und die Follower nicht jeden Tag mit dem gleichen Content bombardieren.  

Aufmacherbild: business, internet and technology concept – businessman von Shutterstock/ Urheberrecht Syda Productions

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