Sicherheit mit Design: Nest Protect Rauchmelder mit Smartphone-Anbindung
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Wer in der Nacht von seinem Rauchmelder geweckt wird, kennt vielleicht das folgende Problem: Nach einem kurzen Schock, ausgelöst durch das laute Getöse des Alarms, stellt man fest, dass nur die Batterien des vermeintlichen Lebensretters leer sind. Genervt reagiert fast jeder gleich und entfernt die Batterien, um sich endlich wieder seinem Schönheitsschlaf widmen zu können.

Das diese fast schon instinktive Reaktion gefährlich sein kann, sollte jedem klar sein. Denn nach zwei bis drei “Fehlalarmen” nimmt man den Rauchmelder schon gar nicht mehr ernst und ist schließlich für den Gefahrenfall nicht gerüstet.

Eine völlig neue Methode bietet der Rauchmelder Nest Protect des amerikanischen Startups Nest, das bereits vor einiger Zeit mit seinem per Smartphone fernbedienbaren Heizungsthermostat für Aufsehen sorgte. Die Spezialisten für Home Automation und Smarthome-Lösungen haben einen Rauchmelder entwickelt, der sich dazu mit seinem modernen Design an das Ambiente der Wohnung anpasst. Dafür ist das Gerät mit einem Preis von umgerechnet 95 Euro (129 Dollar) aber auch gut zehn mal teurer als herkömmliche Rauchmelder.

Momentan kann Nest vorbestellt und bei Verfügbarkeit versandkostenfrei innerhalb der USA sowie nach Kanada und ins Vereinigte Königreich geliefert werden. Bevor es in Deutschland erhältlich sein wird, muss das Gerät noch die üblichen Prüfanstalten durchlaufen.

Installation via Smartphone

Nest Protect wird wie andere Rachmelder auch an der Decke angebracht und muss mit sechs AA-Batterien befüllt werden. Speziell für den US-Markt bzw. für Länder mit 120V-Norm gibt es auch ein kabelbetriebenes Modell zum gleichen Preis.

Vor dem Betrieb richtet man Nest Protect über das heimische W-LAN ein. Dazu benötigt man ein iPhone oder Android Smartphone mit der jeweiligen Nest-App. Über diese kann man nach der Ersteinrichtung den Status seiner Rauchmelder in den jeweiligen Zimmern verfolgen. Außerdem gibt es für das Batterie-Modell eine Energiestatus-Anzeige, um das anfangs erwähnte Problem gar nicht erst entstehen zu lassen.

nest protect

© nest

Die Funktionsweise

Der Nest Protect hat also einige der üblichen Schwächen herkömmlicher Rauchmelder ausgemerzt und bietet darüber hinaus einiges an zusätzlichem Komfort. Sammelt sich zum Beispiel Rauch in der Küche, weil die Abzugshaube nicht eingeschaltet wurde, ertönt nicht sofort der Alarm, sondern es wird zunächst nur eine gelbe Statusleuchte aktiviert. Winkt man ihr direkt unter dem Gerät zu, weiß Nest dank Bewegungssensor, dass alles in Ordnung ist. Diese Warnung wird natürlich auch übers Smartphone eingefangen, sodass man selbst dann reagieren kann, wenn man sich gerade nicht im betreffenden Raum aufhält.

Eine weitere praktische aber nicht unbedingt sicherheitsrelevante Funktion ist außerdem das Feature „Pathlight“. Hier leuchtet nachts im Dunkeln das integrierte Licht des Nest Protect beim Vorbeilaufen auf, damit man nicht stolpert.

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© nest

Alles in allem ist Nest ein praktischer Rauchmelder, der im Ernstfall Leben retten kann und dazu sehr praktisch handzuhaben ist. Wer also noch keine Rauchmelder in den eigenen vier Wänden angebracht hat, für den ist Nest eine gute Möglichkeit, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Normale Geräte tun im Ernstfall natürlich auch ihren Dienst, soll heißen: Wem das nötige Kleingeld fehlt, muss sich auch mit handelsüblichen Rauchmeldern zu Hause nicht fürchten.

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