So beliebt sind eBooks in Deutschland
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Mittlerweile haben sich eBooks als feste Größe in digitalen Medien etabliert. Der wichtigste Vorteil digitaler Literatur herkömmlichen Büchern gegenüber liegt auf der Hand. Sie ist eben digital und muss nicht im quadratisch praktischen Buchformat in der Tasche „verstaut“ werden. Deswegen greifen immer mehr deutsche Leser zu eBooks statt echte Bücher zu kaufen.

Jeder vierte Bundesbürger liest eBooks

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 2.300 Personen hervor. Im Vorjahr lag der Anteil der eBook-Leser noch bei 21 Prozent. Da nur drei Viertel aller Deutschen Bücher lesen, liegt der Anteil der eBook-Nutzer an der Bücher lesenden Bevölkerung sogar bei 33 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent).

eBooks und ihre Vorteile

Neben dem großen Angebot an verfügbaren Titeln, haben eBooks einen weiteren wichtigen Vorteil: sie verfügen über interaktive Funktionen, Zusatzinformationen zum Text können aufgerufen und Leseerfahrungen mit anderen im Internet geteilt werden. Die Studie zeige außerdem, dass immer mehr Nutzer ihre digitalen Bücher auf mehreren Geräten parallel lesen. Darüber hinaus etablierten sich alternative Nutzungsmodelle wie monatliche eBook-Flatrates. Vergangenes Wochenende wurde eine besonders interessante iOS- und Android-App vorgestellt, die ein kostenloses eBook-Flatrate anbietet und sich durch Werbeeinblendungen finanziert. Mehr zu der readfy-App könnt ihr in unserem ausführlichen Artikel nachlesen

eBooks sind unabhängig von der Altersgruppe beliebt

Nach den Ergebnissen der Umfrage sind eBooks über die verschiedenen Altersgruppen hinweg gleichermaßen beliebt. 31 Prozent aller 14- bis 29-Jährigen und 30 Prozent der 30- bis 49-Jährigen lesen eBooks. Unter den 50- bis 64-Jährigen sind es 27 Prozent. Erst in der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt die Nutzung mit 10 Prozent deutlich niedriger. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Nicht-Nutzer von eBooks kann sich vorstellen, in Zukunft digitale Bücher zu lesen. 

eBooks und Lesegeräte

Allerdings sind die am weitesten verbreiteten Lesegeräte immer noch Laptops bzw. Netbooks, die 56 Prozent der eBooks-Nutzer verwenden. 44 Prozent lesen eBooks auf dem Smartphone und 32 Prozent auf einem stationären Computer. 30 Prozent der befragten eBook-Nutzer lesen auf dem Tablet und 27 Prozent mit dem eReader. Allerdings legen sich eBook-Leser nicht auf ein Gerät festgelegt. Ein Fünftel liest parallel auf unterschiedlichen Geräten wie Tablet, Smartphone und eReader. Die Synchronisierung erfolgt durch die Speicherung der Bücher in der Cloud, die dann entweder direkt auf dem eReader oder über spezielle Apps auf Smartphones und Tablets abgerufen werden können. Damit haben Nutzer an jedem Ort mit Internetzugang Zugriff auf ihre Bücher.

Das digitale Lesezeichen: die beliebteste eBook-Funktion

Die beliebteste technische Funktion von eBooks ist das digitale Lesezeichen. Gut zwei Drittel (69 Prozent) der befragten eBook-Leser nutzen sie. Gleichauf liegt mit 68 Prozent die Veränderung der Schrift: Größe, Zeilenabstand oder Schrifttyp können angepasst werden. Ein gutes Drittel (38 Prozent) verwendet die Stichwortsuche, ein Viertel (26 Prozent) macht sich Notizen und ein Fünftel markiert Textstellen. 17 Prozent nutzen die Übersetzungsfunktion.  

Wo kaufen Leser ihre eBooks?

Die wichtigsten Bezugsquellen für eBooks sind mit 63 Prozent Online-Buch-Shops wie Amazon, Buch.de, Ebook.de oder Thalia.de. Gut ein Viertel (27 Prozent) der Befragten kauft Bücher in den vorinstallierten Shops der Lesegeräte. Immerhin 14 Prozent kaufen direkt bei den Autoren und 9 Prozent auf den Webseiten der Buchverlage. 

eBooks und alternative Nutzungsformen

Neben dem Erwerb einzelner eBooks etablieren sich alternative Formen der Nutzung. Insbesondere das Ausleihen digitaler Bücher entwickelt sich zu einem wichtigen Trend. Ein Viertel der Befragten leiht eBooks über öffentliche Bibliotheken aus. Im vergangenen Jahr waren es erst 17 Prozent. Das Ausleihen bei kommerziellen Anbietern wächst leicht auf 16 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent). Entsprechende Dienste bieten monatliche Pauschaltarife für die Nutzung einer bestimmten Anzahl von eBooks. 25 Prozent der eBook-Nutzer lesen frei verfügbare elektronische Bücher, zum Beispiel aus dem „Project Gutenberg“ – im Vorjahr waren es erst 15 Prozent. 6 Prozent zahlen pro Seite, was vor allem bei wissenschaftlichen Publikationen von Bedeutung ist. In der Summe nutzt gut die Hälfte (52 Prozent) der eBook-Leser Alternativen zum Kauf einzelner Dateien.

eBooks und der soziale Austausch

Ein Viertel (26 Prozent) der eBook-Nutzer teilt Leseerfahrungen im Internet mit anderen. Mit Abstand am beliebtesten ist das Schreiben von Rezensionen in Online-Shops: 14 Prozent der Leser machen davon Gebrauch. Immerhin 8 Prozent nutzen Apps, mit denen man Textstellen markieren und diese mit anderen teilen kann. Weitere 3 Prozent machen das freihändig, in dem sie den Text kopieren und die Inhalte zum Beispiel in sozialen Netzwerken teilen. 

BITKOM hat eine übersichtliche Grafik zur Studie erstellt, die alle gewonnenen Informationen noch einmal grafisch aufarbeitet:

jeder vierte deutsche liest ebooks

 © BITKOM e.V.

 

 

Aufmacherbild: old books von Shutterstock/ Urheberrecht siloto 

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