So viel verdienen IT-Freelancer in Deutschland
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IT- und Engineering-Freelancer gehören zu den gefragtesten Berufsgruppen überhaupt. Zukünftig dürfte sich dieser Trend mit der voranschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft anhalten, denn Aufgaben gibt es in dem Arbeitsbereich zu Genüge. Mit dem steigenden Bedarf an IT- und Engineering-Freelancern steigen auch die Honorare – und das bereits das fünfte Jahr in Folge. Das Ende des Aufwärtstrends ist nicht in Sicht.

Stundensatz der IT-Freelancer steigt das fünfte Jahr in Folge

Zu diesem Ergebnis kommt die GULP Information Services GmbH, die zu den führenden Portalen für die Rekrutierung von externen IT- und Engineering-Experten gehört. Jährlich veröffentlicht das Unternehmen eine ausführliche Stundensatz-Auswertung, an der sich der aktuelle Status quo und die Trends ablesen lassen. Diese Analyse bietet einen guten Überblick über die Marktentwicklung, da der Kandidatenpool von GULP über 90 Prozent des freien Marktes in Deutschland abdeckt.

Durchschnittliches Honorar von 76 Euro pro Stunde

So beläuft sich das durchschnittliche Honorar der bei GULP eingetragenen IT- und Engineering-Freelancer laut den Ergebnissen der Studie auf 76 Euro pro Stunde. Damit steigen ihre Forderungen das fünfte Jahr in Folge.  

Vor zehn Jahren, im August 2004, forderten die Freelancer ein Durchschnittshonorar von 64 Euro und damit 12 Euro weniger. Seitdem ging es fast ununterbrochen aufwärts – mit einem leichten Knick, der durch die Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 ausgelöst wurde.

Stundensätze in der Schweiz

In der Schweiz und in Österreich sieht es mit den Honoraren sogar noch besser aus als in Deutschland. Schweizer IT-/Engineering-Freelancer fordern in ihren GUL-Profilen derzeit im Schnitt 95 Euro pro Stunde. Das ist ein Euro mehr als im Vorjahr und zehn Euro mehr als vor zehn Jahren.

Stundensatz, Markt und Alter: Der heute 45-jährige IT-Selbstständige

Verdienen heute 45-Jährige denn wirklich mehr als vor zehn Jahren? Wie viel Einfluss hat der Markt und wie viel das Alter auf die Entwicklung der Stundensätze? GULP hat anhand der Stundensatz-Auswertungen der letzten zehn Jahre analysiert, wie viel ein heute 45-jähriger IT-Selbstständiger mit 35 und mit 40 Jahren gefordert hat. 

Im Jahr 2004 war dieser Modell-Freelancer 35 Jahre alt und forderte einen Stundensatz von 68 Euro. Fünf Jahre später, mit 40 Jahren, verlangte er ein Honorar von 73 Euro. Weitere fünf Jahre später legte er um sechs Euro auf 79 Euro zu. 

Projektleiter und Berater fordern die höchsten Honorare

Wer viel verdienen möchte, sollte Projekte leiten: Wie schon in den letzten Jahren fordern Projektleiter und Berater überdurchschnittlich hohe Honorare, derzeit 84 bzw. 81 Euro. Neu ist, dass nun auch die Trainer mit ihren Forderungen über dem Schnitt liegen. Sie haben ihre Stundensatz-Erwartung um sechs Euro auf nun 80 Euro erhöht. Immer wieder haben die Trainer ihre Forderungen nach oben geschraubt – in den letzten fünf Jahren ergab das eine Steigerung um insgesamt 13 Euro – so viel wie keine andere Gruppe.

Im Vergleich zum letzten Jahr haben nicht nur die Trainer ihre Forderungen erhöht, sondern insgesamt fünf der acht Positionen, darunter zum Beispiel die Qualitätssicherungs-Experten mit dem zweitgrößten Sprung – um drei auf nun 70 Euro. Bei Projektleitern, Engineering-Experten und Administratoren blieben die Stundensatz-Forderungen in den vergangenen zwölf Monaten unverändert. Zwischen dem Schlusslicht der Tabelle, den Admins, und den Spitzenreitern, den Projektleitern, liegen also unverändert ganze 23 Euro.

Weiterführende Informationen und entsprechende Grafiken findet ihr auf der Homepage von GULP.

 

Aufmacherbild: Man working on the laptop von Shutterstock/ Urheberrecht Kostenko Maxim

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