Social Marketing und Social Sharing [Karl Kratz auf der AllFacebook Marketing Conference]
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Wer an Social Signals auf seiner Webseite interessiert ist, der ist hier genau richtig. Wir waren dieses Jahr für Euch auf der AllFacebook Marketing Conference und waren unter anderem bei einem Workshop von Karl Kratz. Wer nicht dabei war hat zwar etwas verpasst, aber wir wollen Euch die wichtigsten Tipps von Karl natürlich nicht vorenthalten und haben diese für Euch zusammengefasst. 

Wer Karl noch nie in einem Vortrag gesehen hat sollte wissen, dass es immer ein Genuss ist ihm zuzuhören und von ihm zu lernen. Nicht nur weil er viel weiß, sondern weil er sein Wissen unglaublich charmant und locker vermitteln kann. Sein Workshop begann bereits sehr humorvoll, da er – überrascht von der „Masse“ an Teilnehmern seines Workshops (es waren circa 20 Menschen im Raum, was Karl sonst nicht gewohnt ist) – schnell ein Foto machen musste!

 

Social Sharing ist für alle Online Marketer ein wichtiges Thema um die eigenen Inhalte im Web zu verbreiten. Um diesen Prozess optimal zu gestalten hat Karl Kratz ein paar einfache Tricks vorgestellt.

Der erste elementare Fehler: Like anstatt Share

Warum binden eigentlich alle den Gefällt-mir Button ein, wenn der Share-Button doch viel sinnvoller ist? Es gibt nicht nur einen Grund ein Share zu bevorzugen:

  • Sharing ist mehrmals möglich, Liken kann ich nur einmal
  • Shares sind in der Timeline/Chronik sichtbar, Likes sind bei Facebook quasi unsichtbar und erscheinen aktuell nur in der Desktopansicht in einem kleinen Feed auf der rechten Seite
  • Shares verhalten sich additiv! Wird ein geteilter Beitrag geliket, geht die Anzahl der Shares auf der Webseite einen Punkt nach oben und es entstehen mehr Social Signals!

Aber… der Content muss natürlich auch würdig sein geteilt zu werden! Wer jetzt Angst hat, die Hürde einen Beitrag zu teilen sei höher als den Beitrag zu liken, dem sei gesagt dass es viel wertvoller ist, wenn ein Meinungsführer mit einem großen Netzwerk einen Beitrag teilt und somit einen tollen Content weiterempfiehlt, als dass ein paar mehr Likes vermutlich von niemandem gesehen werden. Wem es zu unsicher ist die Buttons einfach auszutauschen, dem empfiehlt Karl einen einfachen Split-Test bei dem beide Funktionen eingebaut und mittels Event-Tracking ausgewertet werden.

„Like Button raus, Share Button rein“ (Karl Kratz)

Der 2. heiße Tipp: Open Graph nutzen

Hand aufs Herz… nutzt ihr bisher aktiv die Open Graph Funktionen für Facebook in den Metas? Natürlich ist es einfacher die Meta-Tags zu übernehmen. Aber rufen diese wirklich zu Engagement auf, welches sie nach dem Teilen eines Beitrags hervorrufen sollen? Vermutlich nicht! Karl empfiehlt die Open Graph Einstellungen aktiv zu nutzen und deren Potenzial auszuschöpfen. Was gehört rein:

  • Title: sollte Engagement hervorrufen
  • Image: sollte von der Größe angepasst werden und natürlich ein optischer Knaller sein
  • Url: nutzt diese um ein Tracking einzubauen!
  • Description: humorvoll, ruft Resonanz hervor und sollte mit dem Themengebiet spielen

Weckt Interesse, erhöht die CTR und trackt das Ganze!

Noch heißer: Twitter Cards

Wer diese Funktion noch nicht kennt, sollte sich diese mal ganz genau ansehen. Das Feature von Twitter bewirkt unter anderem, dass Eure Bilder bei Twitter im Feed komplett angezeigt werden und ihr damit direkt auf Euren Content verlinken könnt. Die Vorteile der Twitter Card:

  • fällt mehr auf
  • mehr Resonanz auf Beiträge
  • mehr Text/ Zeichen möglich
  • bringt höhere Reichweite
  • Zugang zu Twitter Analytics
  • usw.

Benötigt wird dafür eine Autorisierung seitens Twitter. Details zu allen Card Varianten findet Ihr hier bei Twitter.

Und was ist mit Google+?

Auch das Google eigene Social Network zieht sich seine Informationen entweder aus den Open Graph Angaben oder den Metas. Karl gibt den heißen Tipp auch für dieses Netzwerk Daten im HTML-Code anzugeben. Er empfiehlt dafür Schema.org.

Perspektiven beim Social Sharing

Ganz ehrlich, wie differenziert betrachten wir eigentlich das Social Sharing? Nehmen wir nicht oft nur eine einzige Perspektive ein und verschenken somit das Potenzial unserer Stories?

Wir sollten Social Sharing immer aus mehreren Gesichtspunkten betrachten, um dadurch auch verschiedene Bedürfnisse der Leser anzusprechen. Mögliche Perspektiven sind beispielsweise:

  • Technik: Ladezeit & Pagespeed, Dynamisierung von Inhalten, Re-Sharing und Caching
  • Recht: Datenschutz, Benutzer-Tracking, Personalisierung
  • Engagement: Text & grafische Aufbereitung, Benutzbarkeit & Einfachheit, Empathie & Resonanz

Ein Beispiel für die Technische Betrachtung: Benutzt einen serverseitigen Abruf (Server Caching) von Social Countern anstatt einem Abruf auf Nutzer-Basis (das ist natürlich auch rechtlich interessant).

Beim Teilen der eigenen Beiträge in sozialen Medien haben Social Media Manager immer das Engagement der Fans und Follower im Kopf. Nicht nur bei Facebook ist es wichtig dafür zu sorgen, dass Personen über einen sprechen. Denn diese Zahl beeinflusst unter anderem auch die Reichweite der eigenen Beiträge. Was brauche ich also um meine Beiträge mit einem Anreiz zur Kommunikation zu gestalten?

Hebel für Engagement:

  • empathische Überschrift
  • emotionalisierende Grafik, einen Kontrast in der Timeline bilden
  • Vorteils-/Wertversprechen im Snippet
  • Handlungsaufforderungen einsetzen (auch im Bereich der Social Sharing Buttons zum Teilen auffordern)
  • plattformspezifisch anpassen und bspw. Konkurrenzverhalten Facebook vs. Googleplus ausnutzen 

Redaktionsplan zum Teilen von Inhalten

Online-Inhalte sollten mehrfach geteilt werden, um den Traffic auf die Webseite zu erhöhen. Natürlich sollte es nicht genau der gleiche Content sein. Hier solltet ihr wieder auf unterschiedliche Perspektiven achten und eure Beiträge aus einem anderen Blickwinkel darstellen, zu einer anderen Tageszeit veröffentlichen und über verschiedene soziale Medien teilen. Auch bei Facebook könnt ihr einen werthaltigen Beitrag gerne mehrmals posten und dabei in Ansprache und Timing variieren. So ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Content von einer Person mehrmals im Newsfeed gesehen wird. Denn man ist ja doch meistens zu den gleichen Zeiten online. Karl Kratz empfiehlt in diesem Fall „Mut zur Aggressivität“ zu haben, denn ein kontinuierliches Resharing erzeuge auch Vertrauen für den Content.

Um das erneute Teilen zu vereinfachen hilft natürlich ein Redaktionsplan in dem ihr die Zeitpunkte der Veröffentlichung auf den verschiedenen Kanälen regelt. Ein interessantes Beispiel für so einen Zeitplan findet ihr auch auf dem Blog von KISSmetrics.

Letzten Endes geht es uns allen ja darum gute Inhalte zu wirklich exzellenten Inhalten zu machen, die uns Traffic auf unsere Seiten bringen. Mit einfachen Mitteln, wie dem Austausch des Like-Buttons durch einen Share-Button können wir schnell eine Steigerung unserer Webseitenbesuche und eine höhere Verbreitung unserer Inhalte erreichen. Optimal werden geteilte Beiträge nur dargestellt, wenn ich Funktionen wie Open Graph bewusst nutze.

Zum Abschluss muss ich Karls Fazit im Workshop zitieren: „Wir müssen nur einfache Dinge richtig tun!“

Vielen Dank an Karl, für den tollen Workshop, den großartigen Input und die Inspiration für diesen Artikel.

 

Aufmacherbild: Share your story written on the paper on a wood background via Shutterstock / Urheberrecht: Roobcio

 

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