Social Media Kampagnen rund um die Fußball WM 2014
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Die Fußball WM der Männer ist zwar nicht das teuerste sportliche Großereigniss der Welt, denn 576 Millionen US-Dollar nehmen sich im Vergleich zu 16,5 Milliarden Euro für die Olympischen Spiele in London doch noch recht passabel aus, aber definitiv eines der umstrittensten. Von vielen Seiten wurden die Stadionbauten in Brasilien aufgrund der schlechten Bedingungen schon vor dem ersten Anstoß kritisiert. Aber diesen Problemen zum Trotz gibt es immernoch genügend Menschen, die die WM ausgelassen feiern.

In diesem Jahr ist die WM noch stärker im Netz und den sozialen Netzwerken verbreitet als vor vier Jahren, weshalb wir hier die größten Social Media Kampagnen zur Fußball WM der Männer vorstellen.

FIFA-Kampagne gegen Diskriminierung

Die FIFA selbst hat eine Kampagne ins Leben gerufen. Sie fordert Twitter User auf, ein Selfie von sich zu posten, auf dem sie sich gegen Rassismus und Diskriminierung aussprechen. Unter dem Hashtag SayNoToRacism können diese gesammelt werden und eine zufällige Auswahl der Bilder wird auf den Großbildschirmen der Stadien bei den Spielen der Viertelfinales eingeblendet.
Die Kampagne wird sehr gut angenommen, da auch viele bekannte Gesichter mit der Botschaft zu sehen sind.

„Auch hier ist das Ziel wieder, ein Bewusstsein zu schaffen, da wir der Überzeugung sind, dass Aufklärung der Schlüssel zur Bekämpfung dieses die gesamte Gesellschaft betreffenden Übels ist.“  Jérôme Valcke – FIFA-Generalsekretär

Second Screen und Mobile Devices

Das Global Stadium wurde ebenfalls von FIFA ins Leben gerufen. Auf der Homepage werden alle Informationen und News zur WM gesammelt, ohne dass sich die Fans durch ein Gros an Webseiten wühlen müssen. Innovativ ist daran, dass die Seite speziell für Smartphone User designt wurde und sich somit als Second Screen während der Spiele besonders gut eignet.
Budweiser, der offizelle Sponsor der WM, hat sich in seinem Modell ebenfalls auf die User Mobiler Endgeräte eingefahren, per Twitter Cards können die Fans für ihre beliebtesten Spieler voten. Dieser Spiele wird am Ende jeden Spiels von der Biermarke ausgezeichnet.

All in or nothing

Adidas liefert sich bei den Kampagnen zur Fußball WM ein Kopf an Kopf Rennen mit Nike und bekennt sich dazu, dass YouTube und Twitter mittlerweile für das Unternehmen relevanter sind, als Facebook oder TV Werbesports.
Deshalb gab Adidas kurzerhand dem von dem Unternehmen entwickelten WM Fußball namens „Brazuca“ einen Twitter-Auftritt, um mehr Privatpersonen statt Unternehmen anzusprechen. Bisher hat der Account 2,88 Millionen Follower und Adidas zeigt sich auf diesem Account durchaus auch witzig.

Zu der sozialen Kampagne gehören neben den Twitter-Profilen der Markenträger aus der Nationalmannschaft auch Poster, auf denen die Spieler mit Rinderherzen posieren. Tom Ramsden, Global Brand Marketing Director Adidas Footbal, meint dazu:

„Diese WM-Kampagne sollte frecher, jünger, provozierender sein als alle ihre Vorgänger.“

Aber irgendwie, ist der twitternde Ball dann doch frecher.

„Risk everything.“ Emotionen in der Werbung

Nike, als Hauptausrüster, setzt, ähnlich wie der Hauptkonkurrent Adidas, auf emotionale Kampagnen, die mitreissen sollen, oder auch Tränen in die Augen treiben, je nachdem.

Die auf YouTube zig millionenfach geklickten Werbespots erklären Fußballspieler zu Legenden in Spe und blicken direkt in die Köpfe der Spieler.
Am kreativsten nimmt sich bei dieser häppchenweise verabreichten Kampagne der Animationsfilm „Nike Football: The Last Game“ aus, der einfach so ganz anders ist, als anderen Kampagnen, und sich selbst nicht zu ernst nimmt. Bisher haben knapp 60,5 Millionen Klicks den Machern des Films rechtgegeben.
Zur Kampagne auf RiskEverything gehört auch ein interaktives Feature. Die animierten Figuren aus dem Film können dabei in 3D fotografiert und zusammen mit Logo und Message als Bild verschickt werden. Vielleicht auch in der Nike Footbal App, die neben Kommunikationstool auch gleich als Shop für Nike Produkte dient – so ein Zufall.

Ein zuckerhaltes Erfrischungsgetränk dreht auf

Coca Cola startete dieses Jahr die bisher größte und umfangreichste WM-Kampagne. Es gab seit März Gimmicks beim Kauf von Getränkekästen, es wurde ein Flugzeug angemalt, um den Slogan „WM, das sind wir alle“ erfolgreich, und auf Kosten der Klimabilanz, zu verbreiten. Die  FIFA World CupTM Trophy Tour brachte den WM Pokal in 90 Länder auf sechs Kontinenten.
Der dazugehörige deutsche Hashtag #wirAlle ist jedoch nicht wirklich erfolgreich, sodass Coca Cola es mit der Fotoaktion unter #DeinBrasilien für alle, die die WM zu Hause schauen, nochmal versuchte.
In guter alter Quiz-Duell Manier brachte Coca Cola ein Fußball Quiz innerhalb der App QuizUp heraus, bei der natürlich allein oder gegen Freunde angetreten werden kann.

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