South By Southwest Festival – die Highlights
Kommentare

Das South By Southwest Festival, das jedes Jahr im texanischen Austin stattfindet, ist einer der größten Anlaufpunkte für Kreative aus Film, Musik und IT. Unternehmen wie Twitter oder FourSquare fanden hier ihren internationalen Anfang und auch dieses Jahr präsentieren Unternehmen und Business-Neulinge ihre Startups. Wir haben ein paar Innovationen kreativer Köpfe für Euch herausgesucht, die auf dem Festival vorgestellt wurden und uns sicherlich auch bald außerhalb Texas begegnen dürften:

Soziale Netzwerke

Pünktlich zur SXSW ist mit Speeker ein neues soziales Netzwerk an den Start gegangen, das stärker als Facebook und Co. an einen aktiven Nutzerkreis in der unmittelbaren Umgebung gebunden ist. Die Idee hinter Speeker ist, dass Nutzer ortsbezogene Speeks verfassen, die dann von Usern in der Nähe gesehen werden können. Ist kein Nutzer in der Nähe, sind auch keine Speeks zu sehen. Neben den Speeks bietet die App auch eine Funktion, die einer Schnitzeljagd ähnelt – Pickup. Mit Pickup kann man Hinweise für Freunde hinterlassen, die dann entdeckt werden müssen. Bisher ist allerdings noch wenig über die genauen Funktionen bekannt und erste Testberichte zeigen, dass die Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt. Bisher hat die App für iOS und Android erst 2.000 Nutzer, was für die Funktionalität des Programms noch zu wenig ist.

Ebenfalls neu – aber noch nicht gestartet – ist das soziale Netzwerk Close. Das Netzwerk setzt auf mehr Nähe bei den sozialen Kontakten und richtet sich somit an all jene, denen Facebook inzwischen zu groß geworden ist. Auch hier sind die genauen Funktionen noch nicht bekannt, doch noch in diesem Monat soll das Netzwerk gestartet werden. Wer den Start nicht verpassen will, kann sich auf der Homepage des Unternehmens registrieren und wird pünktlich zum Launch benachrichtigt. Genau wie Speeker gibt es auch hier keine Web-Adresse, sondern lediglich die App.

 

Sprechende Schuhe

Google hingegen arbeitet weiter an der digitalen Ausstattung der Menschen. Wider Erwarten präsentiert das Unternehemen allerdings nicht die Datenbrille Google Glass, die voraussichtlich Ende diesen Jahres erhältlich sein wird, sondern High-Tech-Schuhe. Die digitalen Sneaker, die Google in Zusammenarbeit mit Adidas hergestellt hat, sind dabei eine Art Personal Fitness Trainer, die den Träger zu mehr Bewegung anspornen. Via Bluetooth-Sensoren erkennt der schlaue Schuh, ob man rennt, joggt, läuft, steht oder sitzt. Dabei werden sportliche Aktivitäten vom Schuh gelobt und das Stillstehen mit hämischen Sprüchen kommentiert. Via Bluetooth lassen sich die Schuhe zudem mit einem PC oder Android-Endgerät verbinden und die gesammelten Daten auslesen. Auf diese Weise kann die tägliche Bewegungsbilanz verfolgt und – falls man weiteren Ansporn benötigt – auf sozialen Netzwerken verteilt werden. Allerdings handelt es sich bei dem Gadget eher um eine Spielerei als um eine Entwicklung für die Massenproduktion.

Tinder

Die einzige Dating App des Festivals ist Tinder. Um die App nutzen zu können, muss sich der User über seinen Facebook Account einloggen. Die App überträgt dann die auf Facebook hinterlegten Informationen, wie beispielsweise Profilbild, Alter oder Interessen. Auf Grundlage dieser Informationen sucht Tinder User im Umkreis von 50 Meilen, die als potenzielle Flirt-Partner in Frage kommen. Gefällt ein Vorschlag der App, kann man das Bild „liken“. Sobald das „like“ erwidert wird, ist es möglich, über einen Chat miteinander in Kontakt zu treten. Auch eine Suche nach gleichgeschlechtlichen Partnern ist möglich. Bisher haben bereits 1,5 Milliarden Nutzer ihre Bewertungen im Netzwerk abgegeben.

Leap Motion Controller

Wenn es nach den Machern des Leap Motion Controller geht, werden wir unsere Computer in Zukkunft wie Tom Cruise in Minority Report nur noch durch Handbewegungen bedienen. Der Sensor erkennt die Hand- und Fingerbewegungen und erlaubt es, alle Funktionen, die normalerweise mit der Maus möglich sind, durch natürliche Gesten durchzuführen. Zudem bietet Leap Motion einen eigenen App Store, der speziell auf die Möglichkeiten der Gestenbedienung angepasst ist. Die vielleicht größte Überraschung ist jedoch der Preis, der unter 80 Dollar liegen soll. Typisch für die SXSW ist die Präsentation der Technik auf einem Parkplatz in einfachen Zelten. Technik zum Anfassen ist sicherlich eines der Markenzeichen der Messe und so stellt auch Google seinen Schuh auf einer Spielwiese vor.

 

Grumpy Cat

Einen Besucher lässt der ganze Hype und der Technik-Enthusiasmus allerdings augenscheinlich kalt – der extra eingeflogenen Internetstar Grumpy Cat verzieht keine Miene und nicht ein müdes Lächeln blitzt in dem Katergesicht auf. Die Katze ist als Werbeträger für Mashable auf der Messe und stellt selbst Elon Musk und Al Gore in den Schatten. Tierschützer kritisieren jedoch den Auftritt als Tierquälerei.

grumpycat

Screenshot: https://twitter.com/extragrumpycat

Aufmacherbild via Youtube

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -