speedyPAY berichtet über Probleme und Lösungen aus dem Startup-Alltag
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Im vergangenen Jahr haben wir den Werdegang unseres Startups jooik rückblickend betrachtet und DOs bzw. DONTs abgeleitet, entsprechend ist es in diesem Jahr Zeit, den Blick wieder nach vorne zu richten und wir wollen hin und wieder einen „live“ Bericht über den Status Quo unseres Startups mit Euch teilen – und zwar mit allen Höhen und Tiefen die dazu gehören. Der Schreibstil kann also je nach aktueller Startup-Lage von „totally depressed“ bis hin zu „übermotiviert“ variieren.

Was haben wir also vor in diesem Jahr und was haben wir bisher erreicht? Grundsätzlich dreht sich bei unserem neuen Startup speedyPAY alles um Essen und Trinken. Der Kauf bzw. Verkauf von Getränken und Speisen bei Großveranstaltungen soll einfacher werden und das lästige Schlange stehen am Schalter für Bratwurst und Bier soll zukünftig ganz entfallen.

Payment, Smartphone und Point of Sale

Das heißt in Zeiten von Smartphone & Co konkret: Payment via Smartphone und eine kleine Portion POS-Magic (Point of Sale) in Form eines Kassenterminals – da in der Startup-Welt häufig nach glamourösen und einfachen Analogien gesucht wird damit der aufmerksam lauschende VC in der Checkbox „habe ich verstanden“ einen Haken setzen kann wäre ein passender Vergleich das Mc Donalds Self-Service Terminal das man immer häufiger findet: Bestellung selbst zusammen klicken, bargeldlos bezahlen und am Schnellschalter abholen oder auf den Platz liefern lassen (Lieferung geht bei Mc Donalds nicht, daher hinkt die Analogie wie ich gerade feststellen muss).

Der Weg zum ersten Prototypen

Und wie ist es uns bisher ergangen auf dem Weg zum ersten Prototypen? Da mein speedyPAY Co-Founder Domenic ganz genauso technisch Begeisterungsfähig ist wie ich, waren die letzten drei Monate rein technisch gesehen geradezu paradiesisch.

„Wir brauchen ein POS Terminal?“ Also los, drei Klicks bei Amazon für das Tablet, noch eine Kassenschublade dazu und schon eine Woche später stand die „Hetty#1“ unser erster Prototyp im Büro bereit und spuckte munter mit Bons um sich.

Oftmals sind es genau diese Phasen und Augenblicke, in denen man erkennt wie effizient man einen

Tag eigentlich nutzen kann, wenn man das tut was man wirklich gut und vor allen Dingen gerne tut.

Was habe ich überhaupt erreicht?

Hatte man doch in den letzten beiden Jahren sehr viel Zeit damit verbracht, von Meeting zu Meeting zu düsen und hin und wieder waren Fragen a la „was habe ich heute überhaupt erreicht…?“ absolut berechtigt. Diese Frage stellt sich momentan nicht und das System wächst in riesigen Schritten. Jeder Tag bietet die Möglichkeiten, neue Technologien und Ansätze zu evaluieren, zu testen und zu verwerfen so dass man in den letzten drei Monaten technisch das aufgeholt hat, was man in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt hat. 

Die Kehrseite der Medaille ist jedoch: der 26. Tag eines jeden Monats der sonst immer als „Pay-Day“ bekannt war, entfällt und man erwischt sich doch des Öfteren im Modus „wie lange reicht das überhaupt noch? Panik!“. An dieser Stelle ist es dann immer ein Vorteil wenn man zu zweit ein Startup hat, da erstaunlicherweise solche Phasen bei den Gründern immer im Wechsel auftreten, so dass man sich dann wieder gegenseitig vom Panik-Kraken durch vernünftige rationale Argumente befreien kann.

Kurzfazit der ersten knapp drei Monate: alles richtig gemacht und jedem zu empfehlen den Schritt Richtung eigenes Startup zu vollziehen, sofern kein chronischer Ideenmangel herrscht. Budget, Herausforderungen und technische Hürden sind (fast) immer lösbar, wenn man in eine entsprechende Situation gerät. Alle Probleme im Vorfeld theoretisch zu lösen und zu adressieren, um dann ein 100 Prozent Startup-Wohfühlpaket zu haben wird in der Realität leider nie eintreten.

Hat Euch dieser Beitrag interessiert? Dann meldet Euch für die webinale 2014 an und trefft Florian Müller persönlich. In seinem Vortrag Startup Insights wird Florian neben den Höhen der Startup-Welt, auch über die wenig beachtete Grauzone gescheiterter Startups berichten und die Gründe für das Scheitern durchleuchten.

Aufmacherbild: Back view of businessman drawing sketch on wall von Shutterstock/ Urheberrecht: Sergey Nivens

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