Spiele NSA: Diese drei Apps entschlüsseln dein Leben
Kommentare

Die NSA-Affäre war schockierend und ist noch immer nicht ganz vergessen. Dabei sind sich viele nicht im Klaren darüber, wie viel man über soziale Netze von sich und seinem Leben preisgibt – und zwar völlig freiwillig. Wäre der ein oder andere etwas vorsichtiger im Umgang mit Social Networks, wäre der digitale Fingerabdruck eines jeden weniger deutlich erkennbar.

Um Euch zu zeigen, wie viele Informationen Ihr über Twitter, Facebook und Co. teilt, stellen wir Euch drei Analyse-Apps vor, die Euch die Augen öffnen werden.

WolframAlpha

WolframAlpha ist eine semantische Suchmaschine, die vor allem beim Lösen mathematischer Aufgaben sehr erfolgreich ist. Registrierte Nutzer können sich von der Suchmaschine einen umfangreichen Facebook Report anfertigen lassen. Das Ganze ist kostenlos und dauert nur wenige Augeblicke. Die analysierten Facebook-Daten werden grafisch aufbereitet und geben vor allem Aufschluss über die Beziehung zu den eigenen Facebook-Freunden. Beispielsweise wird angezeigt, wer am häufigsten Eure Beiträge kommentiert, welche Beiträge Euren Freunden am besten gefallen haben oder an welchen Orten Ihr schon wart.

Interessant sind auch die Statistiken zum Beziehungsstatus und zum Alter Eurer Freunde. Auf einen Blick kann man sehen, wie viele Kontakte verheiratet oder ledig sind, und auch der älteste bzw. jüngste aus der Freundesliste wird angezeigt. Wenn Ihr Euren eigenen Facebook-Account genau unter die Lupe nehmen wollt, könnt Ihr das über diesen Link tun.

http://www.wolframalpha.com/facebook/

Screenshot: http://www.wolframalpha.com/facebook/

Tweeted Trips

Ein Tweet ist maximal 140 Zeichen lang, dennoch ermöglichen die mitgesendeten Ortungsdaten ein sehr detailliertes Bewegunsprofil von Euch. Wer das nicht glaubt, kann sich über den Dienst Tweeted Trips sein persönliches Bewegungsprofil anzeigen lassen. Natürlich ist dieses nur dann authentisch, wenn Ihr Euren Twitter Account allein benutzt. Ein Firmen-Account mit mehreren Nutzern liefert weniger spezifische Daten.

Wenn Ihr reine Tweets ohne Standortdaten absenden möchtet, könnt Ihr die Ortungsfunktion innerhalb der App für jeden einzelnen Post de- und aktivieren. Tippt dazu auf das Geotag-Symbol und wählt „Standort ausschalten“. Zum Reaktivieren der Funktion tippt Ihr einfach erneut auf das Geotag-Symbol.

http://tweetedtrips.com/

Screenshots: http://tweetedtrips.com/

Immersion

Das Analyse-Tool Immersion geht noch einen Schritt weiter und analysiert nach Freigabe Euer Gmail-Konto. Auch hier liefern die Metadaten beeindruckende Ergebnisse über Euch und Eure Kontakte.

https://immersion.media.mit.edu/

Screenshot: https://immersion.media.mit.edu/

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -