Spotify: Börsengang in Planung?
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Was bahnt sich da bei Spotify an? Will der beliebte Musik-Streaming-Dienst nun an die Börse gehen?

Eine Stellenausschreibung reicht aus und schon brodelt es wieder in der internationalen Gerüchteküche. Spotify sucht einen Finanzexperten. Jemanden, der in der Lage wäre, die Geschäftsbereiche des erfolgreichen Startups aus Schweden so aufzubereiten, dass diese dem von der US-Börsenaufsicht erstellten SEC-Standart entsprechen. 

Da stellt man sich logischerweise die Frage: wozu? Der Gedanke über einen möglichen Börsengang liegt nahe. In der Vergangenheit standen die Spotify-Gründer der Idee, an der Börse mitzumischen, eher kritisch gegenüber. Auch die Schlussfolgerung, die Stellenausschreibung sei ein Indiz dafür, dass sich das Blatt jetzt wendet, reine Interpretation. Eine offizielle Stellungnahme gab es dazu seitens des Unternehmens nicht. 

Doch wäre nichts an diesen Spekulationen dran gewesen, hätte Spotify die Stellenausschreibung wohl nicht so eilig wieder aus dem Netz genommen haben. Diese findet man nämlich nach ersten Media-Berichten nicht mehr.

Außerdem spricht die Finanzierungsproblematik für einen Börsengang. Spotify bietet seit Neustem seine Dienste wieder kostenlos ohne Zeitlimit an. Dies gilt auch, allerdings mit gewissen Einschränkungen, für Tablets und Smartphones. Dadurch will Spotify mehr Kunden gewinnen und sich auf dem hart umkämpften Musikstreaming-Markt behaupten. Mittlerweile hat das schwedische Startup 24 Millionen Nutzer, sechs Millionen davon haben das Unglück, sich noch vor der Gratis-Strategie für eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft entschlossen zu haben. Diese User dürfen sich über die Neuerung recht geärgert haben.

Die Kostenlos-Taktik sorgt für mehr potenzielle Nutzer, allerdings auch für weniger Einnahmen. Auf ausgiebige Finanzierungsspritzen von Investoren sollte der Dienst auch nicht zu stark setzen. Mittlerweile hat Spotify in sechs Finanzierungrunden über 500 Millionen US-Dollar über Risikokapitalgeber eingesammelt. Die Summe ist schon sehr hoch und bietet nicht mehr viel Spielraum nach oben. Ein Börsengang als alternative Einnahmequelle scheint eine elegante Problemlösung zu sein.

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