Startup „fürBier“: Gebrauchtes gegen Gebrautes eintauschen
Kommentare

Schon vor dem Start von Apple Pay gibt es erste Sicherheitsbedenken, der Euro verliert zusehends an Wert gegenüber dem Dollar und die virtuelle Geldeinheit Bitcoin unterliegt heftigen Kursschwankungen – manch einer wünscht sie da eine harte Währung, mit der man immer flüssig bleibt. Das dachten sich auch die Macher von fürBier.de und schufen kurzerhand eine Online-Plattform, auf der jeder seinen alten Krempel gegen Bier tauschen kann. Gebrauchte Handys, Konsolenspiele, Kaminholz, Quadfahrten oder auch mal die alte Wohnzimmereinrichtung werden hier gegen einzelne Flaschen, Sixpacks und Kästen Bier gehandelt – natürlich alles auf Verhandlungs- und Vertrauensbasis mit dem nötigen Fünkchen Spaß an der Sache.

Tausche FC-Bayern-Schal gegen Kasten Kölsch

Ganz nach dem Motto: „Tauscht alles, was ihr nicht mehr braucht, gegen die einzig wahre und stabilste Währung: Bier“ – wird hier alles gegen gebraute Flüssigware gehandelt, was weg soll, aber andere vielleicht noch brauchen könnten. So werden auf fürBier.de nicht nur Tauschgeschäfte getätigt, sondern womöglich auch neue Kontakte im Umkreis geknüpft. Dass der zufriedene Verkäufer beispielsweise eine Flasche von seinem Gewinn springen lässt, wenn die Übergabe erfolgreich war und der Käufer sympathisch wirkt, ist nicht ausgeschlossen. Das klingt zunächst nach einem Jux, wird aber bereits in Hessen, wo das Startup seinen Ursprung nahm, rege genutzt. Rund 1400 Facebook-Likes hat fürBier bereits gesammelt.

Eine unterhaltsame Alternative zu ebay Kleinanzeigen

Die Suchanfragen sind ähnlich wie bei ebay Kleinanzeigen verwaltet und die Artikel können einfach kostenlos eingestellt werden. Potenzielle Käufer und Verkäufer nehmen Kontakt auf und vereinbaren einen Treffpunkt, um den Tausch zu vollziehen. Unsichere Geld-Transaktionen entfallen somit völlig. Lediglich ein bisschen Vertrauen muss mitgebracht werden, dass der Käufer auch mit versprochenen Bier beim vereinbarten Treffpunkt erscheint.

Gute Idee, die mit Bedacht zu genießen ist

Das „Entwickler“-Team habe fürBier.de binnen zwei durchzechter Nächte aufgebaut und plant mittlerweile, auch eine mobile App und weitere Features an den Start zu bringen. Dass man die Aktion insgesamt mit Humor nehmen muss, steht außer Frage. In den Nutzungsbedingungen distanziert sich das Startup gegenüber jeglicher Haftung. Die Aspekte Jugendschutz und Alkoholmissbrauch dürften wohl bei wachsender Beliebtheit der Plattform Angriffsfläche für Kritiker bieten.

Soweit möchte es aber natürlich niemand kommen lassen, da die Idee einfach zu unterhaltsam ist und man gleich seine Bude von altem Kram erleichtern möchte. Deshalb auch hier der Aufruf, seinen Hausstand nur in Maßen zu veräußern – Prost!

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -