Ströer: 50 Millionen Euro für WhatsApp-Alternative Hoccer
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Noch nie was von Hoccer gehört? Dann wird es höchste Zeit. Denn das deutsche Startup, das in Berlin und Köln seine Büros hat und das Versenden abhörsicherer Nachrichten ermöglicht, hat jetzt von dem Medienunternehmer Dirk Ströer eine Investitionsspritze von satten 50 Millionen Euro bekommen. Damit sichert sich Ströer die Mehrheit an der Firma. Das große Geschäft mit Datensicherheit geht in die nächste Runde.

Seitdem Facebook 19 Milliarden US-Dollar für den Instant-Messaging-Dienst WhatsApp hingeblättert hat, sorgen sich viele User um die Sicherheit ihrer privaten Daten und schauen sich nach Alternativen um. Kein Wunder, dass nun andere Anbieter, die mit verschlüsselter Kommunikation für sich werben, erfreut auf steigende Nutzer-Zahlen blicken. Investitionen in solche Dienste können sich momentan richtig lohnen. Das weiß auch Dirk Störer, der in den Hoccer-Messenger satte 50 Millionen Euro investiert und sich bei dem Deal die Mehrheit an dem Berliner Unternehmen (51 Prozent) sichert, berichtet die RP Online

Mit dem Geld soll unteranderem eine großflächige Werbekampagne finanziert werden. Zur Bekanntmachung von Hoccer soll Werbung auf Plakaten und Großleinwänden eingesetzt werden. Das kann Stöer richtig gut. 

Hoccer wurde 2010 gegründet und bietet mit Hoccer XO einen kostenlosen Instant-Messaging-Dienst für iOS und Android an, bei dem Nachrichten vom Sender bis zum Empfänger verschlüsselt übertragen werden. So verspricht der Anbieter einen „Sicherheitsvorteil gegenüber vielen anderen Messenger-Diensten“. Hoccer-Betreiber selbst können die Nachrichten auch nicht lesen. Auch Kontakte und Telefonbucheinträge bleiben dem Startup verborgen. Diese Eigenschaften treffen genau den Nerv der Spionage-geplagten User. Hoccer birgt somit viel Potenzial. Die Investition dürfte sich damit für Ströer durchaus lohnen.

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