Studie: Facebook verliert 80 Prozent der Nutzer bis 2017
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Düstere Zeiten für Facebook? Wir haben vor Kurzem die Nachricht verkündet, dass seit 2011 rund 11 Millionen junge User dem sozialen Netzwerk den Rücken gekehrt haben. Nun behaupten Wissenschaftler der Princeton University, Facebook wird, Achtung: langweilig! 

Das für Mark Zuckerberg beunruhigende Ergebnis der auf der Elite-Uni durchgeführten Studie besagt, dass Facebook zwischen 2015 und 2017 ganze 80 Prozent seiner Nutzer verlieren könnte, berichtet AllFacebook. Als Erklärung dient ein Modell zur Krankheitsverbreitung. Dabei spielt die „Ansteckungswelle“ die tragende Rolle. Facebook ist nur solange interessant, bis auch der Freundes- und Bekanntenkreis das soziale Netzwerk aktiv nutzt. Denn gerade durch den Austausch mit diesen Menschen wird die Plattform so attraktiv.

Erinnern wir uns doch an die Zeit zurück, als Facebook hierzulande immer populärer wurde. Damals fragte jeder jeden: „Bist du auch schon bei Facebook? Nein? Ich schicke dir mal eine Einladung.“ Dutzende solcher Einladungen bekam man, bis dann irgendwann der Entschluss kam: „Ich mache mir ein Facebook-Profil.“ Und auf einmal stand einem die faszinierende Welt des sozialen Netzwerks offen. Heute trifft man diese Euphorie nicht mehr in dem Ausmaß vor. Die ansteckende Begeisterungswelle könnte zu einer mindestens genauso ansteckenden Welle der Langeweile werden, die die Mitglieder dazu animiert, Facebook zu verlassen.

Um die Studie durch weitere aussagekräftige Daten zu belegen, verglichen die Wissenschaftler mithilfe von Google Trends das Suchvolumen für Facebook mit dem ehemals erfolgreichen Musik-Netzwerk MySpace. Die 2003 gegründete Community schlug damals ein wie eine Bombe und verzeichnete zu Beginn einen Benutzerwachstum von bis zu 230.000 Menschen pro Tag. Im Jahr 2009 zählte MySpace bereits 267.794.915 Mitglieder. Doch dann war es plötzlich vorbei mit dem Boom: 2011 stand die Seite fast vor dem Aus, auch der Relaunch Anfang 2013 hat bisher nur wenig Wirkung gezeigt. 

So schnell kann es gehen in der digitalen Welt. Der Datenvergleich von Facebook und MySpace verspricht dem sozialen Netzwerk von Mark Zuckerberg keine rosige Zukunft. Ja, das Ergebnis ist beunruhigend. Aber Trends sind ja auch dazu da, widerlegt zu werden. Und bis 2017 ist noch Zeit. Vielleicht wird den Facebook-Machern bis dahin noch einfallen, wie man gegen die drohende Langweile ankämpfen kann. 

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