Studie: Paid Content ist für jeden vierten Internetnutzer ok
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Heutzutage wird man als Internet-User mit kostenlosen Inhalten in Hülle und Fülle verwöhnt. Lange vorbei sind die Zeiten, als man bei Fragen noch die Enzyklopädie aus dem Bücherregal holte, in die Bibliothek lief, fragte und rätselte. Heute ist das geballte Wissen immer in greifbarer Nähe – Internetverbindung sei Dank. Man klickt sich schlau und zahlt meist nichts. Eine gewisse Kostenlos-Kultur ist dadurch Programm. 

Umso überraschender erscheint das Ergebnis einer repräsentativen BITKOM-Umfrage zur Bereitschaft der Nutzer, für journalistische Inhalte Geld auszugeben. Das überaschende Ergebnis der Studie, an der 766 Nutzer ab 14 Jahre teilgenommen haben: Jeder Vierte ist dazu bereit, für Contet zu bezahlen. Besonders offen für Investitionen in redaktionellen Inhalte sind dabei die 39-49-Jährigen. Die monatlichen Kosten der Befragten belaufen sich dabei auf 13,60 Euro. 

Scheinbar ist die Umsonstmentalität nicht so stark ausgeprägt, wie man vermuten würde. „Viele Verbraucher sind bereit, auch für interessante redaktionelle Inhalte im Web zu bezahlen, wenn sie einen angemessenen Preis haben und sich bequem abrechnen lassen.“, erläutert der BITKOM-Vizepräsident Achim Berg.  

Weiterhin zeigt die Studie, dass das Potenzial, mit guten Inhalten Geld zu verdienen, durchaus vorhanden ist. 31 Prozent der Befragten, welche bislang noch kein Online-Wissen gekauft haben, sind dem Paid Content gegenüber prinzipiell nicht abgeneigt. Wie so oft, entscheidet auch hier der gebotene Mehrwert. Allerdings ist die Zahl der chronischen „Nichtzahler“ mit 61 Prozent weiterhin viel höher. Diese argumentieren ihre Entscheidung mit dem ausreichenden Angebot kostenloser Inhalte. 

Der Hightech-Verband veröffentlichte weitere interessante Details der Umfrage, welche Ihr hier nachlesen könnt. 

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