Studie: Verzahnung von klassischen und neuen Medien
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Die Medien sind immer enger miteinander verbunden und die klassischen Medien Zeitung, Radio oder TV sind alle auch im Internet vertreten. Vor allem eine Präsenz in den Social Media ist obligatorisch. Facebook, Twitter und Co. werden genutzt um die Community zu kontaktieren und zu Diskussionen über beispielsweise Zeitungsartikel oder Radioprogramm anzuregen, Nachrichten und Aktionen publik zu machen oder schlichtweg Traffic auf die eigene Homepage zu leiten.

Wie greifen klassische Medien und Social Media ineinander?

Das Marktforschungsunternehmen Brandwatch hat in einer Studie untersucht, wie die klassischen und neuen Medien ineinandergreifen und wie der Buzz auf die verschiedenen Social Media verteilt ist. Dafür wurden 15 führende deutsche Medienhäuser und deren Resonanz in den sozialen Netzwerken von August bis Mitte Oktober hinweg analysiert.

Print und TV sorgen für den meisten Buzz

Der größte Teil des Social Media Buzz wird von den Printmedien und dem TV erzeugt. So gab es im angegebenen Zeitraum über zwei Millionen Posts, in denen die untersuchten Medienunternehmen erwähnt wurden. Am meisten wurde über das Fernsehen gesprochen, gefolgt von den Printmedien. Im Einzelnen sorgt aber der Spiegel mit einem Gesprächsanteil von 18 Prozent für die meiste Diskussion im Netz.

Twitter als meistgenutzte Diskussionsplattform 

Die meistgenutzte Diskussionsplattform für die Gespräche über die klassischen Mediemarken ist Twitter. Hier spielt sich 54 Prozent des Buzz ab. Das Engagement der Community ist vergleichsweise hoch und es wird viel geteilt und kommentiert. Das liegt vor allem an der Schnelllebigkeit des Microblogging-Dienstes: Sobald ein bestimmtes Topic in TV und Co. aufkommt, können die User aktuell zum Geschehen ihre Kommentare abgeben.

Auch auf Twitter war der Spiegel die erfolgreichste Medienmarke und so kam mit #spiegelonline auf 107.000 @-Mentions und Retweets. Dem Spiegel dicht auf den Fersen ist die FAZ: #faz wurde insgesamt 14.000 mal erwähnt.

Auf Platz zwei der beliebten Kanäle liegt Facebook. Hier finden immerhin noch 21 Prozent der Gespräche über die Inhalte der klassischen Medien statt. Hier hat die Bild mit 1,6 Millionen Pagelikes die Nase vorn, das sind mehr als doppelt so viele Likes wie beim Spiegel auf Platz zwei. Die Zeit Online hat dagegen das aktivste Profil und hat im Untersuchungszeitraum über 3.000 Mal gepostet. Am meisten kommentiert wird bei Spiegel Online.

Parallelen in Nutzung klassischer und neuer Medien

Die Studie zeigt, dass die Nutzung der verschiedenen Medien viele Parallelen aufweist. So nimmt am Sonntag Morgen der Buzz zu den Printmedien zu, während abends eher TV-Sendunge in den Social Media Thema sind oder Second Screen Angebote genutzt werden. Dieses Wissen um das Social-Media-Verhalten können die Medienmarken zu ihrem Vorteil nutzen und das Engagement und die Loyalität der Community steigern.

Die gesamte Studie kann hier heruntergeladen werden.

 

Aufmacherbild: Hands holding social media icons. via Shutterstock / Urheberrecht: Rawpixel

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