Tattoo vs. Webdesign – HTML5 vs. Flash
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Tattoos

Tätowierungen gelten als Ausdruck von Freiheit, Rebellentum und Individualität. Sogar der Ötzi aus dem Eis trug vor über 5.000 Jahren ein kleines Kreuz-Tattoo an seinem rechten Knie. Obwohl Kreuze in der Tätowierer-Szene nach wie vor zu den Dauerbrennern zählen, hat der bunte Körperkult auch den Weg in die hippe Webdesign-Szene gefunden.

Wenn man sich in der Berliner Avantgarde umsieht, scheinen Tattoos fast zum guten Ton zu gehören und sind schon lange salonfähig geworden (natürlich nur solange dieser Salon in Mitte steht und nicht in Charlottenburg). 

Tattoo-Webdesign und nackte Haut 

Folgende Webseite setzt eine Idee um, die in vielerlei Hinsicht interessant ist und sich von anderen abhebt. Auf youarethetechnology.com werden alle Inhalte und jeglicher Text auf nackter Haut dargestellt. Im Zentrum stehen ein Mann und eine Frau – zugegeben, beide sind nicht ganz unattraktiv. Ihre Körper sind von oben bis unten im Tattoo-Stil bemalt und beschriftet.

Anschließend kann sich der Besucher von youarethetechnology.com entscheiden, wen von den beiden er einmal genauer unter die Lupe nehmen will. Übrigens werden hier Schuhe beworben, aber das dürfte den meisten an diesem Punkt noch relativ egal sein. Zentimeter für Zentimeter können die nackten Körper angezoomt werden, die Tattoo-Beschriftungen geben nähere Infos zur Geschichte der Schuhe und deren Verarbeitung wieder. Dabei drehen sich die Körper, sodass auch die Rückseite zu sehen ist. Damit möchte das Unternehmen zeigen, dass der Mensch in seiner natürlichen Schönheit im Zentrum der Arbeit steht. So wie sich die Handschuh-artigen Schuhe namens FiveToes an den Fuß schmiegen, so wickelt sich quasi der Content der Seite um die Körper der Athleten. Naja, Sex sells, das wissen auch die kreativen Köpfe von Five Toes…

Einziges Manko: Die Seite ist Flash-basiert, ruckelt beim Laden und wirkt damit etwas unfit. Die Idee ist so ungewöhnlich, wie die Schuhe, die beworben werden – aber wer achtet schon auf die Schuhe?

tattoo webdesign

Screenshot: youarethetechnology.com

Tattoo, Webdesign und HTML5

Denkt man an Tattoo-Studios, haben viele kleine schummrige Buden vor Augen, in denen sich vor Schmerzen windende Kunden Totenköpfe und Co. in die Haut stechen lassen. Das ist aber ein Klischee, mit dem spätestens die polnischen Tattoo-Meister und -Meisterinnen vonTattoo.pl mit ihrer Webseite aufräumen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Die HTML5-basierte Webseite erstrahlt im aktuellen Flat Design. Großzügige White Spaces bereiten den Text- und Bild-Boxen eine angemessene Bühne. Das moderne Webdesign ist betont clean und rückt damit die Fotos, die die eigentliche Arbeit von Tattoo.pl zeigen, gekonnt in den Vordergrund. Nichts soll vom bunten Körperschmuck ablenken.

Das Konzept des Webdesigns setzt sich auch in der Auswahl der Bilder fort: Die abgebildeten Modelle und Mitarbeiter tragen weiße T-Shirts. Eine dezente, aber konsequente Einhaltung des Artworks. Ein gutes Konzept, das die alte Tradition der Tätowierkunst aus der Schmuddel-Ecke holt und mit einer zeitgemäßen Webseite ehrt. Lasst Euch davon inspirieren:

tattoo webdesign

Screenshot: http://www.tattoo.pl/pl/galeria/slawomir-fraczek

Tattoo-Infografik

Was haben Grafikdesign, Streetart, Tattoo-Art und Webdesign gemeinsam? Sie dienen sich gegenseitig als Inspirationsquelle und beeinflussen sich damit gegenseitig. Unlängst glänzen viele Webseiten mit gestalterischen Elementen aus der Grafitty- und Tattoo-Szene. Heute stellen wir Euch eine Seite vor, die Tattoo-Design mit den im Internet so beliebten Infografiken vereint.

Der polnische Designer Paul Marcinkowski hatte eine schlichte, aber eindrucksvolle Idee: Er hat eine Infografik über Tattoos als Tattoo entworfen. Dabei hat er sich am Look von Infografiken, wie wir sie zu Haufe aus dem Web kennen, orientiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und schmückt als Arbeitsprobe seine Webseite:

tattoo webdesign 

Quelle aller Screenshot: www.kaplon.info

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