Telekom-Drossel betrifft doch Bestandskunden [Schlupfloch]
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Dass die neuen DSL-Tarife der Telekom ab dem 2. Mai nur noch mit der ungeliebten Drossel-Klausel zu haben sind, sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Auch dass sich Bestandskunden in Sicherheit wiegen können, da die AGB der alten Tarife keine Geschwindigkeitsdrossel in irgendeiner Form vorsehen, weiß man schon. Eben aus diesem Grund wird momentan netzseitig stark beworben, noch vor dem Stichtag am 2. Mai einen Telekom-DSL-Vertrag abzuschließen.

Das kann nun alles hinfällig sein, glaubt man dem Post des Pottblog. Autor Jens Matheuszik hat bei der Telekom nachgefragt und möglicherweise ein Schlupfloch entdeckt, durch das die Telekom auch Bestandskunden drosseln könnte. Und zwar mit der Umstellung auf die neuen IP-Verträge, die gerade deutschlandweit in immer mehr Haushalten ausgerollt werden. Selbst wenn Bestandskunden also keine höhere monatliche Grundgebühr zu erwarten haben, wird ihnen die Telekom nach der Umstellung die neuen Verträge vor den Latz knallen. Diese enthalten dann, wie die Neuverträge ab dem 2. Mai 2013, die ungeliebte Drosselklausel.

Bleibt nur zu hoffen, dass die kommenden drei Jahre eine gefühlte Ewigkeit dauern werden. Wie die Telekom einräumte, soll es ja schließlich erst 2016 möglich sein, die Bandbreitendrossel technisch umzusetzen. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter wird aufgrund der Vormachtstellung der Deutschen Telekom mit Sicherheit nichts bringen. Wir gehen davon aus, dass andere Anbieter nachziehen werden (oder müssen), wenn es soweit kommt.

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