Telekom will bei Spotify einsteigen
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Die Deutsche Telekom plant, bei dem schwedischen Musikstreaming-Dienst Spotify einzusteigen. Das berichtet die Online-Ausgabe des Manager Magazins unter Berufung auf interne Quellen. Telekom-Chef René Obermann soll sich bereits im vergangenen Jahr mit den Spotify-Machern zu Gesprächen getroffen haben.

Offiziell weist die Telekom derartige “Gerüchte” noch von sich zurück. Ein Sprecher des Telekommunikationsunternehmens sagte sogar, dass ihm aktuell keine Pläne zu einem Einstieg bekannt seien.

Wirft man aber einen Blick über den Tellerrand, ist eine Fremdbeteiligung für die Schweden wohl der einzige Weg, ihren Streaming-Dienst langfristig fortzusetzen. Denn wie wir Anfang August berichteten, hat Spotify aufgrund sehr hoher Lizenzgebühren seitens der Plattenfirmen große Probleme Gewinne einzufahren. Und das trotz einer Mitgliederzahl von rund 30 Millionen (davon 6 Millionen Unlimited- und Premium-Kunden) und eines Rekordumsatzes von 434,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Unterm Strich summierten sich die Verluste am Ende des Rechnungsjahres auf 58,7 Millionen Euro.

Ohne Moos nix los

Um ein trauriges Ende abzuwenden, sprachen die Spotify-Macher damals vom Vordringen in neue Märkte – genannt wurden Mexiko, Hongkong und Singapur. Außerdem soll es bereits Verhandlungen mit den betreffenden Platten-Labels gegeben haben, die eine Senkung der laufenden Kosten für den Streaming-Dienst beinhalteten.

Natürlich wäre der Einstieg eines so finanzstarken Investors wie der Deutschen Telekom ein eleganterer Weg, den Kopf Spotifys aus der Schlinge zu ziehen. Darüber hinaus gibt es bereits jetzt eine Mini-Kooperation in Form einer exklusiven Spotify-Tarifoption, die es Telekom-Kunden ermöglicht, die Premium-Variante des Streaming-Dienstes ohne Anrechnung auf das gebuchte mobile Datenvolumen zu verwenden.

Northfoto / Shutterstock.com

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